Macbeth

Tragödie von Shakespeare

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Theater & Tanz

Wann


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Macbeth steht für den fatalen Willen zur Macht und die Eigenlogik von Gewalt; denn soll die unrechtmäßig erlangte Macht erhalten bleiben, müssen weitere Verbrechen folgen. Doch Macbeth ist nicht wie Richard III. Der Kern der Fabel ist die kaum ausgeleuchtete Beziehung von Lady Macbeth und ihrem Mann, die Geschichte eines der seltsamsten Paare der Dramenliteratur. Am Rand einer blutigen Schlacht, die Macbeth für seinen König Duncan schlägt, wird Macbeth selbst die Königskrone prophezeit. Das Orakel verleitet zur Tat, was Macbeth seiner Frau in Aussicht stellt, spornt sie an. Sie agitiert ihren Gatten, aus der Verheissung durch Königsmord Realität werden zu lassen. Bis kurz vor der Tat kämpft sie mit gewaltigem rhetorischem Aufwand gegen die Skrupel ihres Mannes. Mit einem Dolchstoß soll ihr beider Glück erzwungen werden, das Gegenteil ist der Fall. Durch die tödlichen Wunde tritt der Alptraum in ihre Welt. Gewissensbisse, Angstvisionen, Schlaflosigkeit werden auf die unsichere Situation zurückgeführt und verleiten dazu, den blutigen Pfad voran zu schreiten. Ganze Familien und engste Vertraute fallen dem Wahn der Macbeths, sie könnten sich in den Stand der Unschuld zurückmorden, zum Opfer. Macbeth ist eines der kürzesten Stücke Shakespeares, die Handlung extrem verdichtet. Vor allem die nur vage erzählte Beziehungsgeschichte der Macbeths fordert die Phantasie heraus: das Schlafzimmer als Schlachtfeld, als innerstes Refugium der Macht. Die Schlüsselloch-Perspektive ermöglicht einen anderen Blick auf Macbeth. Das Intime offenbart sich als Urgrund politischen Handelns und politische Rastlosigkeit als Kompensation für private Stagnation.

Location

Schauspielhaus
Bundesallee 260
42103 Wuppertal

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