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Das gefährdete Erbe der Epoche der Aufklärung: Die hochkarätige Veranstaltungsreihe des LiteraturBüros Ruhr fragt nach der Zukunft aufklärerischen Denkens. Die Aufklärung ist das zentrale Erbe eines humanistischen Europas. Ob Menschenrechte für alle, Formen und Inhalte von Freiheit, der Versuch, den Geltungsbereich der Vernunft auf alle gesellschaftlichen Sphären auszudehnen, die Verbindung von Ökonomie und Moral oder systematische Religionskritik und die Hoffnung auf Toleranz: Alle avancierten Denkanstöße der Aufklärungsepoche sind heute – global wie lokal – infrage gestellt. Deshalb beschäftigt sich die hochkarätige Lesungs- und Gesprächsreihe mit dem Thema der gefährdeten Aufklärung als uneingelöstem Versprechen auf Menschenrechte, Freiheit und ein Denken in Alternativen. Namhafte internationale und regionale Schriftsteller, Philosophen, Wissenschaftler und Vertreter anderer Disziplinen diskutieren im Herbst 2010 die zukünftige Bedeutung und Rolle einer sich selbst aufklärenden Aufklärung, die von menschlichem Mitgefühl inspiriert bleibt. Die Themenreihe und Leitmotive des Projekts, seine Analysen und Visionen haben unmittelbar zu tun mit dem Leben und Zusammenleben der Menschen in der Region, ihrer Gegenwart und Zukunft auch im europäischen und globalen Kontext. Ihre Teilnahme haben bereits u. a. Ilija Trojanow, Wilhelm Schmid, Denis Scheck, Gabriele von Arnim, Herman Philipse, Gerd Scobel und Juli Zeh zugesagt.