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nach Goethe
Theater & Tanz
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Iphigenie, von ihrem Vater Agamemnon zugunsten des Kriegsglücks geopfert und von der Göttin Diana nach Tauris gerettet, dient unter dem Schutz des Königs Thoas als Priesterin in Dianas Tempel. Als Thoas um Iphigenies Hand anhält, weist sie ihn ab. Der gekränkte Herrscher führt daraufhin den von Iphigenie abgeschafften Brauch, Fremde der Göttin zu opfern, wieder ein und verlangt von Iphigenie die direkte Umsetzung. An zwei auf der Insel gestrandeten und gefangen genommenen Griechen soll das Menschenopfer vollzogen werden. Die jungen Griechen sind ausgerechnet Iphigenies Bruder Orest und dessen Freund Pylades. Die drei erkennen sich und beschließen die Flucht. Doch Iphigenie gerät in einen Gewissenskonflikt zwischen der Liebe zu ihrem Bruder und dem Pflichtgefühl Thoas gegenüber. Auf die Gefahr hin, dass Orest, Pylades und sie selbst sterben müssen, gesteht sie Thoas die Wahrheit und legt ihr Schicksal in seine Hände ... Seit Goethes Zeit hat sich in Sachen Selbstbestimmung vieles geändert. Unsere Götter, Väter und Landesherren sehen anders aus. Aber hat sich dadurch auch die Verantwortlichkeit und die Instanz des Gewissens verändert?