Spomenik und 3-4

Doppelausstellung von Jan Kempenaers und Manfred Pernice. Jan Kempenaers Spomenik - The Monuments of a Former Yugoslavia In den zerklüfteten, bergigen Regionen des ehemaligen Jugoslawien, sind Spomeniks überall. Man sieht sie auf stragischen Ausgucken, luftigen Pässen und ausladenden Hochebenen: Gigantische Skulpturen, fest an den Felsen verankert. Sie sind Objekte atemberaubender Schönheit. Ihre abstrakt-geometrischen Formen erinnern an Makro-Ansichten von Viren, Blütenblatt-Pokalen, Kristallen. Sie wurden aus unverwüstlichen Materialien wie Stahlbeton, Stahl und Granit gebaut. Einige sind solide, andere hohl. Die größten Spomeniks ermöglichen sogar Zugang zum öffentlichen Raum, sich an der Grenze bewegend, wo Architektur Skulptur wird .....Ihre Symbolik ist in der Übersetzung verloren gegangen, da die visuelle Sprache sich verändert hat. Ihre Signale werden von einer verschobenen Weltsicht gedämpft. Die Denkmäler wurden Gegenstände einer blinden Wut, und jetzt der Gleichgültigkeit. Was bleibt, ist reine Skulptur in einer trostlosen Landschaft ...... Sie passen nahtlos in die Sixties-Ästhetik der Ära Barbarella Filme, Paco Rabanne Kleider und Lavalampen. Und doch ist jede einzelne von ihnen ein Denkmal zu den grausamsten Ereignisse des Zweiten Weltkriegs ........ Daher die Wahl einer neutralen, fast frivolen visuellen Sprache, wobei die Spomeniks eher aus wie Skulpturen in einem Freilichtmuseum aus sehen als die üblichen Kriegerdenkmäler voll militärischem Pathos und donnernden Kanonen, wie sie bei Verdun oder Stalingrad errichtet wurden. Der in Antwerpen lebende Fotograf Jan Kempenaers unternahm eine mühselige Reise durch den Balkan, um eine Reihe dieser geheimnisvollen Objekte zu fotografieren. Wir sehen die kraftvolle Schönheit der monumentalen Skulpturen und ertappen uns die Opfer in deren Namen sie gebaut wurden zu vergessen. Dies ist in keiner Weise ein Vorwurf an den Fotografen, sondern zeugt von der Stärke der Bilder. Schließlich hat sich Kempenaers nicht als Dokumentarfotograf aufgemacht, sondern in erster Linie als Künstler auf der Suche ein neues Bild zu schaffen. Ein Bild so kraftvoll, dass es den Betrachter umschlingt. Er ermöglicht es dem Betrachter die melancholische Schönheit der Spomeniks zu genießen, zwingt uns aber dabei Standpunkt zu einem sozialen Problem zu beziehen. Die Aufnahmen werfen die Frage auf, ob ein ehemaliges Denkmal jemals als reine Skulptur funktionieren kann, als autonomes Kunstwerk, von seiner ursprünglichen Bedeutung abgelöst. " Auszüge aus einem Text von Willem Jan Neutelings Manfred Pernice "Sonderposten (von der stange) nach der erfolgreichen Präsentation "von der stange" im nbk Anfang des Jahres in Berlin, freuen wir uns auf die Vorstellung einiger Rest-und Sonderposten aus eben dieser collection. (sehr) günstige Conditionen und aussergewöhnlich hohe Qualität der Stücke bestimmen die Stimmung dieser Präsentation mit."

Was

Ausstellung

Wann

  • Montag geschlossen
  • Dienstag 14.00 - 18.00
  • Mittwoch 14.00 - 18.00
  • Donnerstag 14.00 - 18.00
  • Freitag 14.00 - 18.00
  • Samstag 12.00 - 16.00
  • Sonntag geschlossen

Laufzeit

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Die Ausstellung ist inzwischen leider ausgelaufen!

Location

Van Horn
Ackerstr. 99
40233 Düsseldorf
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