Die Dummheit

Teil IV der Heptalogie des Hieronymus Bosch, von R. Sprengelburd

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Theater & Tanz

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Geld ist schon ein teuflisches Ding. Als universelles Tauschmittel ist es kommunikativ hoch anschlussfähig, verbindet es doch alle mit allem. Das Dumme ist nur, dass Geld auch das Abstrakteste und Unpersönlichste ist. Es reduziert alles auf seinen reinen Warencharakter. Egal ob Kunst, Wissen, menschliche Beziehungen. Mit Die Dummheit widmet sich der argentinische Autor, Regisseur und Schauspieler Rafael Spregelburd der Todsünde ›Habgier‹ und entwirft aus mehreren Geschichten ein Panorama geistlosen Gewinnstrebens: ein Gemälde, das fast vollständig verblasst ist und zu einem horrenden Preis auf dem Schwarzmarkt verkauft werden soll; eine Gruppe von Glücksrittern, die unter der Führung eines Mathematikers das große Geld an den Roullettetischen Las Vegas machen wollen; Mafiosi, die zufällig in den Besitz einer Audiokassette mit der Lösung der Lorenz-Gleichung gelangen, obwohl sie eigentlich in der Unterhaltungsbranche ihr Unwesen treiben – Spregelburd bevölkert sein Universum der Habgier und Dummheit mit den aberwitzigsten Figuren und komponiert eine turbulente Komödie, die letztendlich um ein Thema kreist: Haben und Nichthaben. Auf der Jagd nach ein Paar Dollars, die Glück und Sinn stiften sollen, in den ewig gleichen Motels Amerikas, offenbart sich die völlige Sinnentleerung. Das soziale Schmiermittel Geld hinterlässt nach seiner Verflüchtigung eine Maschine, die sich bis zum Stillstand überhitzt. Denken, Handeln und Sprechen verlaufen sich im endlosen Labyrinth von Gewinnsucht, Geiz und Gier. Kein Wunder, wenn sich die Handlungsstränge auf unheilvolle Weise verknäueln und alles im Chaos versinkt. Das ist ja das komische am Geld: es bringt zusammen, was nicht zusammen gehört

Redaktion

Mit der Krise des ökonomischen Systems muss sich Schauspielintendant Christian von Treskow nicht nur formal in Wuppertal beschäftigen, er setzt sich auch in seinen Inszenierungen thematisch damit auseinander. Ob ganz großes Geld oder totale Pleite: Immer ist... [mehr]

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Schauspielhaus
Bundesallee 260
42103 Wuppertal

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