Graf Öderland

Stück von Max Frisch

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Theater & Tanz

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Veranstalterinformationen

Dieses Stück zählt zu den eher selten aufgeführten Werken des 1911 in Zürich geborenen Schriftstellers Max Frisch: „Graf Öderland“. Dabei war es für ihn, der durch Titel wie „Andorra“ und „Biedermann und die Brandstifter“ sowie die Romane „Stiller“ und „Homo faber“ berühmt wurde, eines seiner wichtigsten. Beginnend mit einer ersten Prosaskizze im Jahr 1946 beschäftigte er sich bis 1961 in unterschiedlichen Bühnenfassungen mit der Figur des Axt schwingenden Revolutionärs, dessen Kampf für ein pflichtbefreites Leben zum willkürlichen Amoklauf wird. [...] Die Frage nach dem „Warum?” raubt dem Staatsanwalt den Schlaf. Warum hat ein redlicher Bank¬angestellter einen Hausmeister mit einer Axt erschlagen? Warum gibt es für diese Tat scheinbar kein Motiv? Oder sind Langeweile und der Überdruss an einem Leben, das zu großen Teilen aus Pflicht¬erfüllung besteht, ausreichende Gründe für ein derart schreckliches Verbrechen? Der angesehene Staatsanwalt kann den Mann, den er eigentlich anklagen soll, sehr gut verstehen. Und ehe er sich versieht, hat er sie selbst in der Hand – die Axt. Traumwandlerisch, wie ein Wiedergänger des sagenumwobenen Grafen Öderland, zieht er Furcht und Schrecken verbreitend durchs Land. Schnell finden sich Anhänger, der Solotrip wird zum Aufstand und der Staatsanwalt zur Ikone. Ohne erkennbares Ziel vor Augen rebelliert die Menge, bis sie das Land ins Chaos gestürzt hat. Die Inszenierung übernimmt die renommierte Regisseurin Konstanze Lauterbach. Für Bühne und Kostüme zeichnen Kathrin Frosch und Karen Simon verantwortlich. Als Staatsanwalt ist der Schauspieler Jan Pröhl zu erleben.

Location

Schauspiel
Theaterplatz 11
45127 Essen

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