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Kamp-Lintfort zählt zu den wenigen deutschen Orten, an denen noch heute unter Tage Kohle gefördert wird. Seit 1907 wünscht man sich hier „Glück auf“. Die so genannte „Altsiedlung“ in unmittelbarer Nähe der Zeche ist mit 2.300 Wohnungen die flächengrößte erhaltene Bergarbeiterkolonie der Metropole Ruhr. 2012, wenn das Bergwerk West voraussichtlich seine Tore schließt, endet ein prägendes Kapitel der Stadtgeschichte Kamp-Lintforts. Zuvor wird die lebendige Bergbaugeschichte zünftig zelebriert: Zum Höhepunkt der „Local Heroes“-Woche begegnen sich am 22. Januar 2010 Kumpel aus der Stadt am Niederrhein und ehemalige Bergleute aus den Partnerstädten Chester-le-Street und Zory bei einem Traditionsfest in der denkmalgeschützten Lohnhalle des Bergwerks West. In der Jugendstilkulisse bietet eine virtuelle Grubenfahrt einmalige Einblicke in die Arbeitswelt unter Tage, und das Geologische Museum Kamp-Lintfort zeigt, was außer Kohle noch im Boden schlummerte. In der Lohnhalle singen Bergmanns- und Kinderchöre; Geschichten und großformatige Fotos erzählen vom Leben der Bergleute. Wenn schon Traditionsfest, dann gibt es selbstverständlich Deftiges auf den Teller. Die Initiatoren versprechen Currywurst, Reibekuchen und Schwarzbrot mit Rübenkraut.
53 Städte der Metropole Ruhr, ihre mehr als 200 Partnerstädte in ganz Europa und darüber hinaus, 100 spannende zukunftsweisende Ideen und Projekte, mehr als 1.700 mitwirkende Künstlergruppen, Kulturvereine, Institutionen, die freien Kulturszenen Europas, Chöre, Schulen, Agenturen, Einzelkünstler, Kommunen und Konsulate mit zigtausend Mitwirkenden – all das ist TWINS. Fotografie, Malerei, Architektur, Stadtplanung, Jazz, Klassik, Chanson, Blas- und Volksmusik, Ballett, HipHop, Modern Dance, Theaterperformances, Figuren- und Improvisationstheater, Pantomime, Maskenbau, Poesie, Belletristik, Fantasy, Schreib- und Malwettbewerbe, Koch- und Gartenkünste, Sportereignisse, Kulturcamps oder Erfindungen, egal, worum es dabei geht, grundsätzlich gilt: Beteiligt sind an jedem Projekt Partner aus der Metropole Ruhr wie auch Kooperationspartner aus ihren europäischen Partnerstädten und aus Istanbul, Pécs und Israel. Eine international besetzte Jury nominierte bereits im Frühjahr 2008 und 2009 die 100 besten TWINS- Ideen aus insgesamt knapp 500 Projektbewerbungen. Mit der offiziellen Nominierung als TWINS- Projekt ist die Aufnahme in das Programm von RUHR.2010 und meist eine finanzielle Förderung verbunden. Vor allem jungen Leuten werden im Kontext von TWINS vielfältige Möglichkeiten eröffnet, die Kulturhauptstadt Europas aktiv mitzugestalten und eigene, unkonventionelle Projektideen zu verwirklichen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich TWINS zu einem eindrucksvollen Kreativmotor für ein kulturelles Europa der Superlative entwickelt.
Die Veranstaltung TWINS: Glück auf, Good luck und Szczesc Boze gehört zu der Veranstaltungsreihe TWINS.
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