KlassikSonntag!

Werke von Beethoven mit der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen und Filippo Gorini (p) / Großer Saal

Was

Oper & Klassik

Wann


Diese Veranstaltung ist bereits vorbei!

Veranstalterinformationen

Auf der Suche nach seinen eigenen Ausdrucksformen hatte Ludwig van Beethoven bereits an allen erdenklichen Grenzen gerüttelt und Erfolge gefeiert, als er in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts in mehreren Schlüsselwerken vollends zu seiner Stimme fand. „Eines der vor-trefflichsten Stücke, die in dieser Gattung nur je geschrieben worden“, so pries etwa die All-gemeine Musikalische Zeitung das Klavierkonzert Nr. 3 c-moll op. 37 aus den Jahren 1800 bis 1803, in dem die Konzertform, ursprünglich der virtuosen Selbstdarstellung des Solisten ver-pflichtet, nachhaltig ins Sinfonische überführt wurde – und das in Beethovens Tonart par excellence: c-moll. – Deren engste Verwandte, die Paralleltonart Es-Dur, liegt einer der folgenreichsten Sinfonien der Musikgeschichte zugrunde: der wenig später entstandenen „Eroica“-Sinfonie Nr. 3, die mit ihrer Kompromisslosigkeit, ihrer motivischen Vernetzung, ihrer kühnen Expressivität (Trauermarsch!) und ihrem beispiellosen Umfang (mit knapp 1 Stunde Dauer war sie das längste damals bekannte Instrumentalwerk) Maßstäbe setzte. In beispielloser Weise hob Beethoven die Muster Haydns und Mozarts auf eine neue Ebene subjektiven Ausdrucks – der sich u.a. auch darin äußerte, dass er die zunächst Napoleon Bonaparte zugedachte Widmung wütend tilgte, als er von dessen Kaiserkrönung erfuhr: „Ist der auch nichst anders, wie ein ge-wöhnlicher Mensch! Nun wird er auch alle Menschenrechte mit Füßen treten, nur seinem Ehr-geize fröhnen; er wird sich nun höher, wie alle Andern stellen, ein Tyrann werden!“ – „Das Konzert“, hieß es in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung weiter, „verlangt ein Orches-ter, das viel vermag, das beste will, und, um es auch wirklich zu leisten, verstehet, was es spielt; und einen tüchtigen Solospieler, der bey alle dem, was man gewöhnlich Virtuosität nennet, auch Kenntnisse im Kopfe und ein Herz im Busen hat“ – wie gemacht also für die WSL und Filippo Gorini, der zu den herausragenden Talenten seiner Generation gehört und gerade zu Beethoven ein besonderes Verhältnis hat: Zu den zahlreichen Preisen, auf die der gerade einmal 21-Jährige blicken kann, gehört nicht von ungefähr der 1. Preis bei der Interna-tional Telekom Beethoven Competition Bonn 2015, wo er außerdem mit dem Publikumspreis und dem Beethoven-Haus-Preis ausgezeichnet wurde.

Location

Forum
Am Büchelter Hof 9
51373 Leverkusen

Powered by Logo der yourSHOUTER UG (haftungsbeschränkt) yourSHOUTER

Was ist am 25.09. in Leverkusen los?