Die Wunderübung

von Daniel Glattauer

Was

Theater & Tanz

Wann

Veranstalterinformationen

DIE WUNDERÜBUNG von Daniel Glattauer Inszenierung/Ausstattung Michael Lippold Mit Bernhard Bauer, Thomas Pohn, Katharina Waldau "Normalerweise haben wir getrennte Anfahrtswege. Normalerweise gehen wir überhaupt getrennte Wege. Bei getrennten Wegen tun wir uns leicht." (Die Wunderübung) ER und SIE haben sich entschieden: Joana und Valentin, beide um die 40, gehen zur Paartherapie. Sie sind am Tiefpunkt ihrer Beziehung angelangt. Höhepunkte gibt es schon lange keine mehr. Weder sexuell noch emotional. Dabei hatte alles so schön angefangen mit gemeinsamem Abtauchen im klaren Wasser des Roten Meers. Übrig geblieben sind Schlammschlachten im heimischen Beziehungssumpf, mittelmäßige Affären und ein alles erstickender Alltag. Ein letzter Versuch, um die Ehe vielleicht noch zu retten: Paartherapie. Doch diese verläuft zunächst äußerst zäh. Der Therapeut bemüht sich, so gut es geht, versucht es mit immer neuen Übungen, aber das Paar scheint absolut beratungsresistent. Joana, Historikerin, fühlt sich ihrem Mann intellektuell überlegen und weiß sowieso immer, was er als nächstes sagen will. Valentin, klassischer Technokrat, reagiert darauf mit Gefühlskälte und Ignoranz. Im Grunde spürt man, dass sie sich nach dem anfänglichen Zustand ihrer Beziehung sehnen. Aber die Verkrustungen sind zu stark, deshalb tun sie aus Angst vor Veränderung und Verletzung alles, um sich in ihrem Urteil über den anderen zu bestätigen. Die Therapie scheint sinnlos. Bis der Therapeut sein letztes Ass aus dem Ärmel zieht: die Wunderübung. Daniel Glattauer, gebürtiger Wiener, war als Journalist lange Jahre für Der Standard tätig und stürmte mit Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen die Bestsellerlisten. Sein zuletzt erschienener Roman Ewig Dein wurde ebenfalls zum Bestseller. Die Wunderübung, sein neuestes Stück, widmet sich auf höchst unterhaltsame Art dem Thema Paarbeziehung, und Glatthauer erweist sich als Meister, die feinen Zwischentöne im Dschungel der Gefühle darzustellen. Michael Lippold, 1970 in Regensburg geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und am Theater Bern. Es folgten Engagements am Theater Augsburg, Schauspielhaus Zürich, Münchner Volkstheater und Schauspielhaus Bochum. Seit 2010 als Regisseur tätig, debütierte Lippold in Bochum am Rottstr 5 Theater mit der überregional beachteten Inszenierung von Philip Ridleys Der Disneykiller. Anschließend inszenierte er erfolgreich am Theater Bonn (u.a. Kasimir und Karoline und die Deutschsprachige Erstaufführung von Neil LaButes Tief in einem dunklen Wald), am Theater Regensburg (u. a. die Uraufführung Die Vaterlosen), am Rheinischen Landestheater Neuss und in Bochum. Am Theater im Bauturm entwickelte er zusammen mit Lothar Kittstein das Überforderungsprojekt Zu spät! Zu spät! Zu spät!, das für den Kölner Theaterpreis 2013 nominiert war.

Location

Theater im Bauturm
Aachener Str. 24
50674 Köln

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