Erschöpfte Demokratie

von und mit dem theater-51grad

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Theater & Tanz

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Veranstalterinformationen

Ein ästhetisch hoch stehendes, fröhlich gesellschaftskritisches und ungeheuer anregendes Theatererlebnis. – theater pur Was wir erleben, ist ein Experiment, ein Gedankenspiel. Es hat etwas Wissenschaftliches, es erinnert an eine Vorlesung, im Graubereich zwischen „möglich“ und „unmöglich“. – meinesuedstadt.de Trotz aller Krisen, wie Umwelt, Klima, Flüchtlinge, Arbeit und Schulden, die der Apokalypse zuzustreben scheinen, gibt es schon heute neue Lebensmodelle. In einem Forschungslabor werden verschiedene Utopien untersucht und zur Diskussion gestellt. Wir laden Sie ein, sich mit uns in einen Feldversuch und eine Reise in visionäre alternative Lebensentwürfe zu begeben. – 25 Jahre nach der friedlichen Revolution und dem Mauerfall, dem hoffnungsvollen Aufbruch in eine neue Zeit, bestimmen Krisen unser Leben. Gesellschaftliche und politische Umbrüche erschüttern unsere Demokratien in Europa, Amerika – weltweit. Umwelt, Klima, Flüchtlinge, Arbeit, Finanzen, Schulden – um uns herum scheint alles auseinander zu brechen. Hoffnungsfrohe Aufbrüche im Arabischen Frühling haben uns scheinbar neben der Flüchtlingskrise auch den Terror beschert. Der Wachstum des Neokapitalismus überhäuft uns mit Finanz- und Bankenkrisen und untergräbt soziale Errungenschaften. Angesichts der Terrorwarnungen und Amokläufe werden demokratische Werte mittels der Ausrufung des Ausnahmezustands untergraben. Und mit vorauseilendem Gehorsam opfern wir Privatsphäre und Datenschutz. Ein apokalyptischer Strudel, dem die Demokratie nichts entgegenzusetzen hat? Wo bleibt die Utopie? Kann Utopisches heute überhaupt noch gedacht werden oder wird es vom allgegenwärtigen negativen Menschenbild (dem Bild vom Anderen als Schwachen, Bösen und Gierigen) einfach hinweggefegt, wie ein Sandkorn im Sturm. – Mit der Epigenik als noch jungen Wissenschaft müssten wir aber doch zu dem Schluss gelangen, dass wir besser positive als negative Erfahrungen in die Welt setzen sollten. Denn die Epigenetik untersucht das Phänomen, dass Erfahrungen (wie z.B. traumatische Erlebnisse) die Gene verändern und an die nächsten Generationen vererbt werden können. Das theater-51grad zu Gast am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung will nicht die auf der Hand liegenden Apokalypsen unserer Zukunft nachzeichnen, sondern sich auf den schwierigen Weg in positive Denkmodelle begeben. – Können wir von anderen Gesellschaftsformen lernen, wie z.B. von den Ameisen, die schon seit 150 Mio. Jahren erfolgreich in Zivilisationen zusammenleben? Gibt es nicht heute schon zahlreiche Denkansätze und Modelle, die sich bereits in Parallelgesellschaften und Kleinststrukturen entwickeln, wie dies der im Juni 2016 herausgekommene Film „tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ eindrücklich zeigt. In einer Art theatralem Forschungslabor untersucht das theater-51grad verschiedene utopische Modelle und lädt das Publikum ein, sich in einem Feldversuch auf eine Reise in visionäre alternative Lebensentwürfe zu begeben. – „Ein kleiner Schritt für einen großen Sprung“, frei nach Neil Armstrong********** Mit: Marc Fischer, Helena Aljona Kühn, Tomasso Tessitori, Petra Weimer Regie: Andrea Bleikamp Text & Dramaturgie: Rosi Ulrich Musik/Sound: Sibin Vassilev Ant-Installation: Kuai Shen Video/Rauminstallation: Kerstin Unger Kostüm: Sabine Schneider PR & Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä

Location

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Paulstr. 3
50676 Köln

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