Neue Philharmonie Westfalen

Werke von Brahms

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Oper & Klassik

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Veranstalterinformationen

Lieben Sie Brahms? Nach diesem Abend bestimmt! Rasmus Baumann, Chefdirigent der Neuen Philharmonie Westfalen, setzt beim ersten Konzert in der neuen Saison am Sonntag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr im Kurhaus ganz auf den großen Sinfoniker. – Beim Violinkonzert, das Brahms – selbst ein schlechter Geiger – in Abstimmung mit seinem Freund Joseph Joachim schrieb, verlässt sich Baumann auf den Echo-Klassik-Preisträger Linus Roth. „Ändern! Leichter!“ schrieb Joachim über eine extrem schwierige Doppelgriff-Passage. Dass sich sogar ein Jahrhundertgeiger wie Joseph Joachim über so manche Hürde hinweg mogeln musste, befeuerte die Kritik, die das Stück nicht als Konzert „für“ sondern als Konzert „gegen“ die Violine betrachtete. Und so manch einer bemängelte, der Solist käme in diesem Konzert nicht genug zur Geltung. – Brahms Violinkonzert kehrt der Idee des Virtuosenkonzerts den Rücken und bewegt sich stattdessen in Richtung Sinfonie. Linus Roth, einer der interessantesten Geiger seiner Generation, hat bereits im KlassikSommer bewiesen, dass er den Herausforderungen dieses Meisterwerks sehr wohl gewachsen ist. Roth hat sich nicht nur mit dem Standardrepertoire, sondern auch mit der Wieder- oder Neuentdeckung zu Unrecht vergessener Werke einen internationalen Namen gemacht. Als Sechsjähriger begann er, Geige zu spielen, mit 12 wurde er in die Vorklasse von Nicolas Chumachenco an der Musikhochschule Freiburg aufgenommen. Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist Linus Roth u. a. mit Nicolas Altstaedt, Gautier Capuçon, Kim Kashkashian, Albrecht Mayer, Nils Mönkemeyer, Andreas Ottensamer, Itamar Golan und Danjulo Ishizaka aufgetreten. Eine jahrelange Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem argentinischen Pianisten José Gallardo. Im Oktober 2012 wurde Linus Roth auf eine Professur für Violine an das „Leopold-Mozart-Zentrum“ der Universität Augsburg berufen. Vollends sinfonisch wird das Konzert dann bei Brahms größtem Erfolg, der 2. Sinfonie. Mehr als zehn Jahre hatte er zur Vollendung des Erstlings gebraucht, für das Folgewerk genügte ein einziger sonniger Sommer. Brahms selbst findet: „Ich habe noch nie etwas so Trauriges, Molliges geschrieben.“ Die Uraufführung unter Hans Richter im Wiener Musikvereinssaal wurde enthusiastisch gefeiert, auch Brahms selbst war begeistert.

Location

Kurhaus Bad Hamm
Ostenallee 87
59071 Hamm

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