Frau Müller muss weg

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Die Konzertdirektion Landgraf bringt die Erfolgskomödie in einer Inszenierung des Hamburger Regisseurs Kay Naumann am Mittwoch, 5. Oktober, um 19.30 Uhr auf die Bühne des Kurhauses. – Für die Eltern der Klasse 4b geht es um nichts weniger als die goldene Zukunft ihrer Kinder. Doch damit der Nachwuchs auch tatsächlich die besten Karriere-Startplätze ergattert, darf im nächsten Zeugnis der Vermerk der Gymnasial-Eignung nicht fehlen. Leider ist das Leistungsniveau der Klasse in den letzten Monaten beängstigend abgefallen und es herrscht eine ständige Unruhe – was natürlich nur an der unfähigen Klassenlehrerin Frau Müller liegen kann. Daher beschließen fünf Elternvertreter, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und bitten die Pädagogin um eine Unterredung, um ihr deutlich zu sagen, was sie von ihr halten – nichts. Die Parole lautet: Frau Müller muss weg. Und zwar so schnell wie möglich, denn nur mit einer anderen Lehrkraft ist das Ziel Gymnasium noch erreichbar. – Sachlich und fair soll das Gespräch geführt werden – das haben sich die Eltern fest vorgenommen. Aber schon nach kurzer Zeit spielt Objektivität keine Rolle mehr und es geht ans Eingemachte: Vorwürfe, Beleidigungen und Beschimpfungen bringen die Stimmung auf den Nullpunkt. Unverrückbar vertreten die ehrgeizigen Eltern die Überzeugung, dass ihre eigenen Kinder ganz besonders begabte Persönlichkeiten sind, die zwar ab und an spezieller Förderung bedürfen, aber jede Chance verdienen. Aber das sieht die unfähige Müller natürlich nicht, im Gegenteil: die Pädagogin aus Leidenschaft, mit Prinzipien und Berufserfahrung, schlägt mit guten Argumenten zurück! – Es folgt eine witzige Psycho-Schlacht zwischen Versagensängsten, Eltern-Narzissmus, mangelnder Solidarität und dem alltäglichen Wahnsinn unserer Leistungsgesellschaft, der auch vor der Grundschule nicht Halt macht. Da bröckeln Eltern-Allianzen, wechseln Fronten und verschieben sich Wahrnehmungen. – „Bei Kindern hört der Spaß auf. Da zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen“, so Autor Lutz Hübner (*1964) über seine 2010 am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführte Komödie. Als präziser Beobachter von Gesellschaft und Gegenwart spitzt er die Klassenzimmer-Situation lustvoll zu und fördert Amüsantes wie Erschreckendes zutage. Hübner zählt zu den meistgespielten Gegenwartsautoren, 2014 wurde das Stück unter der Regie von Sönke Wortmann auch erfolgreich verfilmt. – In der exzellenten Darsteller-Riege, die die verschiedenen Figuren gekonnt und realitätsnah zum Leben erweckt, finden sich mit Claudia Rieschel (Frau Müller), Gerit Kling, Katrin Filzen und Wolfgang Seidenberg (Elternvertreter) gleich mehrere aus der deutschen TV- und Bühnenlandschaft bestens bekannte Gesichter.

Location

Kurhaus Bad Hamm
Ostenallee 87
59071 Hamm

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