Daedalus-Quartett

Werke für Streichquartett von Ives u. a.

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Oper & Klassik

Wann

Veranstalterinformationen

Musik als Zeichen der Auflehnung, als Protest gegen die „Verweib- und Verweichlichung sowie die Banalisierung der Streichquartettmusik“. Charles Ives wusste genau, was er wollte mit seinem op. 19. Das Beste, was er je geschrieben habe, sagte Ives, sei sein 2. Streichquartett – „wenn auch die alten Damen (weiblich und männlich) das Stück überhaupt nicht mochten.“ Halb wütend, halb im Scherz habe er es geschrieben, so sagt er – und lässt darin vier Männer politisch streiten, aneinandergeraten und sich zum Schluss doch wieder die Hände reichen. – Das Daedalus-Quartett, seit dem Gewinn des angesehenen Streichquartettwettbewerbs im kanadischen Banff eines der berühmtesten amerikanischen Streichquartette, gibt dem wütenden politischen Streit von vier US-Bürgern die Stimme seiner Instrumente. Patriotische amerikanische Volkslieder verkörpern dabei das jeweilige Lager, dem sie angehören: „Columbia, the Gem of the Ocean“ etwa steht für Unionisten, „Dixie“ für die Südstaaten, „Marching through Georgia“ für die Nordstaaten. – Mendelssohns kurioses Streichquartett op. 81, dessen Capriccio e-Moll um drei verworfene Sätze aus anderen Quartetten nach seinem Tod zu einem Werk ergänzt wurde, gibt dazu den Auftakt. Brahms ungewohnt klassizistisch-idyllisches op. 67 macht den – ein wenig rückwärtsgewandten – Ausklang. – Vier junge Streicher aus den USA gründeten ihr Quartett im Milleniumsjahr und benannten es nach dem sagenhaften griechischen Tüftler, Künstler, Techniker und Baumeister, der mit selbst gebauten Vogelschwingen in die Freiheit flog. Das Daedalus-Quartett nahm sich den Höhenflug zum Vorbild: Sein „Rising Stars“-Debüt in der Carnegie Hall war der Startschuss für einen kometengleichen Aufstieg, Auftritte im Concertgebouw, in der Wigmore Hall, im Festspielhaus Baden-Baden, im Athener Megaron, in der Birmingham Symphony Hall, im Palais des Beaux Arts in Brüssel, in der Kölner Philharmonie, in der Cité de la Musique in Paris, im Salzburger Mozarteum und im Wiener Musikverein folgten. Die vier waren Streichquartett der Chamber Music Society Two des Lincoln Center in New York, „Quartet in Residence“ bei der Columbia University und tourten durch Kanada und Japan. – Ihre Erforschung zeitgenössischer Musik, darunter Kompositionen von Elliot Carter, George Perle, György Kurtág, Györgi Ligeti, David Horne und Fred Lerdahl, fand großen Anklang, diverse Werke wurden von ihnen uraufgeführt. – Die Vier, die sich seit ihrer Studienzeit an renommierten Musikhochschulen wie der Juillard School, dem Cleveland Institute und der Harvard University kennen, begeistern mit ihren kongenialen Interpretationen, technischer Finesse, Intensität und reiner Spielfreude.

Location

Schloss Heessen
Schlossstr. 1
59073 Hamm

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