Yeah But No

Electronica, Indiepop

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Redaktion

Hinter Yeah But No steckt ein Berliner Duo, bestehend aus Produzent Douglas Greed und Jazzsänger Fabian Kuss. Fabriziert werden clubbige Elektroarrangements mit meilenweit mehr Tiefe, als es das normale Discotönchen hergibt. Ihre Tracks klingen mehr wie Soundtracks zu gewagten arte-Dramen mit unwirklicher Kante. Atmosphärisch, melancholisch, filigran.

Veranstalterinformationen

Die Schönheit des Übergangs. – Am 10.11.2017 erschien das Debütalbum von Yeah But No. Das zur Band gewachsene Projekt der in Berlin lebenden und arbeitenden Musiker Douglas Greed und Fabian Kuss spürt in regnerischer Electronica der Schwere von Bruch und Ende nach. Es zelebriert die in jedem Wandel liegenden Energie und die Schönheit des Neubeginns. In cleveren Kompostionen kartografiert das Duo wie nebenbei die in Synthesizer und drum machines verborgen liegende Melancholie. – Greed und Kuss lernen sich vor vier Jahren kennen, als ersterer einen Sänger für neue Tracks sucht. Das geschmackvolle Erfolgslabel Freude am Tanzen veröffentlicht zu diesem Zeitpunkt Greeds Musik. Er tourt damit quer durch Europa, spielt in Mexiko und Australien. Mit Mooryc hat Greed außerdem ein Album mit dem gemeinsamen Projekt Eating Snow veröffentlicht. Doch Greed schreibt und produziert unermüdlich weiter. An dieser Stelle laufen er und Fabian Kuss sich über den Weg. „Ich habe einen Profi gesucht,“ erinnert er sich. „Das war sehr spontan. Es stand ein Konzert auf der Fusion an, und das war alles mit ziemlich heißer Nadel gestrickt. Aber es hat sofort funktioniert. Sehr gut sogar. Unsere Ideen passten hervorragend zusammen.“ – Auf gut hundert gemeinsamen Auftritten in Klubs und auf Festivals national und international entwickeln die beiden eine so lässige wie mitreißende Bühnenpräsenz. Und nach der Veröffentlichung von gut einem Dutzend gemeinsamer Tracks – unter anderem auf BPitch Control, Noir und Cocoon Records – entscheiden die beiden, sich die künstlerische Verantwortung zu teilen und in Zukunft gemeinsam Stücke zu schreiben. „Auf den langen Fahrten haben wir uns gegenseitig musikalisch heraus gefordert und unsere Schnittmenge gefunden,“ erzählt Kuss. „Und auf all den Konzerten wurde uns immer mehr klar, dass wir unser Projekt zu einer verbindlichen Band machen wollen.“ – Greed und Kuss beziehen Ihre Energie dabei aus ihren grundsätzlich anderen Herangehensweisen. Greed beschreibt sich als Autodidakt, lässt gern Zufall oder Fehler entscheiden. Kuss hat Gesang studiert, sich mit seinen Bands und Projekten von Jazz über Funk oder Pop in allen erdenklichen Musikrichtungen ausprobiert und lässt jede Menge Außensicht mit in das Projekt einfließen. In diesem Spannungsfeld verschmelzen sie elektronische Musik mit klassischen Songstrukturen zu einem klugen und mitreißenden Hörgenuss. – So beginnt das Album mit „Bankruptcy“ zwar mit Understatement, aber programmatisch turbulent. Nach kurzem und plötzlichem Aufblenden der Musik gerät man unvermittelt in den Sog des nervösen Stücks. Kuss singt von Zerwürfnissen, Vorwürfen und nicht mehr zu lösenden Widersprüchen. Das abrupte Ende macht Platz für das elegante und leichtfüßig pulsierende „The Way We Chose“ und das ruhig treibende „Leave The Dark“. Beide Stücke schöpfen aus dem Rückblick Zuversicht und münden inhaltlich im folgenden kurzen Interlude: „I Don't Give Up“. – Das knapp und präzise formulierte und mit stoischem Achtelbass treibende „Hold It All Back“ bildet zusammen mit dem düster-technoiden „Sand“ eines der Zentren des Albums. Beinahe meditativ wird das Sich-zurücknehmen besprochen und – vor der dosiert über die Ufer gehenden Klanglandschaft – über das Aufgehen, in einander oder in etwas größerem. – Das nächste Interlude „Renew Me“ öffnet das finale Kapitel des Albums. „In Your Sheet“ ist großartig sparsam arrangiert und erzählt davon, den richtigen Moment für den entscheidenden Schritt verpasst zu haben. Mit Haltungslosigkeit setzt sich das ebenfalls sparsame aber wie elektrisch aufgeladene „Chamaleon“ auseinander, bevor „New Again“ das Album abschließt. Das angenehm verschrobene Stück ist eine Ode an den Neuanfang und die nie verklingende Einladung, sich neue Herausforderungen zu suchen. – Yeah But No schreiben weiter an den Greatest Hits of Niemals-Ankommen. Immer ein schweres Ende, immer ein hoffnungsvoller Anfang.

Location

Sissikingkong
Landwehrstr. 17
44147 Dortmund

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