fremd muslim niemand sein

Stück von Heiko Ostendorf

Was

Theater & Tanz

Wann

Veranstalterinformationen

Ein Theaterstück über Kolonialismus, Islam und europäische Arroganz Veranstaltung zum Flüchtlingstag im Rahmen der interkulturellen Woche 2016 Ein Jugendlicher ist verschwunden und zwei Polizisten begeben sich auf die Suche nach ihm. Doch was hat es mit Jamal auf sich? Denn seine Name Jamal al-Din al-Afghani ist erfunden. Und dann erfahren die Polizisten auch noch, dass sich Jamal gut mit dem Koran auskennt, Suren zitieren kann und gerne über den Islam spricht. Ist Jamal also ein Terrorist? – Allerdings muss sich der Kommissar bald eingestehen, dass Jamal nicht in die üblichen Schubladen passt. Die Salafisten sind offensichtlich schlecht auf ihn zu sprechen und außerdem hat sich Jamal ausführlich mit der Kolonialgeschichte Asiens beschäftigt. Dadurch gerät der Kommissar immer tiefer in die Hintergründe der europäischen Intoleranz gegenüber dem Islam hinein… „fremd muslim niemand sein“ ist ein spannender Krimi, in dem sich der Islam von einer für europäische Augen „neuen“ Seite zeigt, quasi seine freiheitlichen Wurzeln und seinen Sinn für Gleichberechtigung und Menschenrechte offenbart. Gleichzeitig entblößt das Stück die westliche Version von Zivilisation und Demokratie als Masken, hinter denen sich Ausbeutung und Arroganz verbergen. – Bald wird klar, dass das westliche Bild vom Islam und von Muslimen lediglich eine Konstruktion ist, um den eigenen – sprich: europäischen – Way of Life zu rechtfertigen, dass Aufklärung lediglich bedeutet, andere Länder mit militärischer und wirtschaftlicher Macht unter westliche Kontrolle zu bringen. Und was bedeutet das für Muslime in Europa? – Ein Theaterstück, das einen roten Faden vom Kolonialismus des 19. Jahrhunderts bis ins Heute zieht und dabei die westliche Sicht auf Muslime und islamische Länder als arrogante Vorurteile entlarvt.

Location

Wichern
Stollenstr. 36
44145 Dortmund

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