Favoriten: Another Living Theatre: Paradise Now

Performance von Cheers for Fears

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Theater & Tanz

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Redaktion

Ganz und gar unbescheiden präsentiert Holger Bergmann, der neue künstlerische Kopf des Theaterfestivals „Favoriten 2016“, das Programm: Es sei „das beste Theaterfestival der Welt“. Damit erhebt er das Dortmunder Unionviertel rund um das Dortmunder U zum...[mehr]

Veranstalterinformationen

„The Living Theatre wants nothing less than to rewrite the theatrical contract“, schrieb die New York Times über jene Gruppe, die seit nunmehr 70 Jahren in Amerika und Europa postdramatische Bühnenpraktiken mit pazifistisch-anarchistischem Engagement verbindet. Wer die bewegte Geschichte des Living Theatre studiert, merkt, dass Modebegriffe unserer Tage wie ‚interdisziplinär‘, ‚partizipativ‘ und ‚site-specific‘ wohl allenfalls eine diskursive Renaissance erleben. Die Aktivierung der Zuschauer*innen, die intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Bühnenort und ein die Künste umfassendes Theaterverständnis zielte in der Arbeit des Living Theatre nie nur auf die Form, sondern war mit dem Anliegen verbunden, revolutionären sozialen Wandel herbeizuführen. „I don’t make a difference between poetry and anarchism“, sagte Judith Malina, eine der beiden Gründerinnen des Living Theatre, noch kurz vor ihrem Tod 2015. – Ausgehend von einer Beschäftigung mit dem ImprovisationsstückParadise Now (1968) gehen die Studierenden von Cheers for Fears der Frage nach, welche Rolle das Living Theatre für eine zeitgenössische künstlerische und/oder aktivistische Praxis heute einnehmen kann. Wie lasse ich das Publikum Teil einer performativen Situation werden, die über den Abend hinaus wirkt? Wie gelingt es, mit meiner Aktion Einfluss auf gesellschaftliche Diskurse zu nehmen und nicht vielmehr das bestehende zu bestätigen oder zu stabilisieren? Kann das Theater eine Maschinerie für die Konstruktion von Zukunft sein? So wird Paradise Now analysiert, befragt, zerlegt, zertrümmert, künstlerisch re-enactet, nachvollzogen, neu zur Aufführung gebracht. – Die Performance entsteht im Rahmen der Cheers for Fears Sommerakademie, ein Projekt interdisziplinärer künstlerischer Auseinandersetzung. Teil der Akademie ist ein hochschulübergreifendes Seminar zum Living Theatre, das Prof. Sven Lindholm (Szenische Forschung Ruhr-Universität Bochum) im Sommersemester 2016 veranstaltet. Eine Intensivwoche mit Vorträgen, Workshops und ersten Proben findet Ende Juli im Zentrum für Kunsttransfer/IDfactory der TU Dortmund sowie dem Dortmunder U statt, in Kooperation mit dem Institut für Kunst und Materielle Kultur, PIA, Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten von Prof. Ursula Bertram.

Location

Festivalzentrum (hinter dem Dortmunder U)
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

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Die Veranstaltung Another Living Theatre: Paradise Now gehört zu der Veranstaltungsreihe Favoriten.
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