7. Philharmonisches Konzert – weit_sicht

Werke von Schumann, von Weber, Brahms, mit den Dortmunder Philharmonikern, Leo McFall (cond), Andreas Boyde (p)

Was

Oper & Klassik

Wann


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Veranstalterinformationen

Im 19. Jahrhundert sind die Geschlechterrollen klar verteilt: Männer sind Genies und ziehen in die Schlacht, Frauen dürfen sie bewundern und – wenn nötig – auch aus Gram um sie sterben. Eine erzromantische Vorstellung, an der nicht zu rütteln gewesen ist. Auch das verborgene Programm von Carl Maria von Webers Konzertstück f-Moll spiegelt das: Es erzählt von einem Burgfräulein, das um ihren Ritter bangt. Die originelle Musik erklingt selten, weil sie bis heute im Schatten des berühmten Freischütz steht. Ebenso rar sind Aufführungen von Clara Schumanns Klavierkonzert, das sie als 15-Jährige komponiert. Lob bekommt sie dafür, aber keine ernsthafte Kritik. „Weil wir es mit einer Dame zu tun haben“, meint ein Rezensent. Von weit_sicht zeugt das nicht. Die beweist Clara Schumann jedoch, was Johannes Brahms angeht. Sie erkennt, welch großer Wurf dessen 1. Sinfonie ist: „Wie Frühlingsluft nach langen trüben Tagen.“ Lange haben sich die Komponisten gefragt, wie man nach Beethoven noch Sinfonien schreiben kann: Nun wird dort der Blick frei in die musikalische Zukunft. Ein für Clara geschriebener Alphorngruß strahlt wie die Sonne – und lässt den Schatten Beethovens kleiner werden.

Location

Konzerthaus
Brückstr. 21
44135 Dortmund

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