Otello

Drama von Verdi

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Oper & Klassik

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Veranstalterinformationen

Shakespeares „Othello“ und mehr noch Giuseppe Verdis (1813–1901) nach diesem Schauspiel geschriebene Oper sind ein Drama der Eifersucht. Otello, der General der Republik von Venedig, ist auf dem Höhepunkt seines Ruhms, als der Neid in Gestalt des Fähnrichs Jago sein vernichtendes Werk beginnt. Dass Jago mit einer Beförderung gerechnet hatte, die dem Leutnant Cassio zuteil wird, spielt dabei nur eine nebensächliche Rolle. Jago beneidet Otello um alles, was er nicht besitzt: seine Macht, sein Charisma, seine Beliebtheit beim Volk und seine Liebe zu Desdemona. „Eines anderen Tagesschönheit macht mich hässlich“, heißt es bei Shakespeare, und Verdi und sein Textdichter Boito steigern diese Missgunst zu einem „Credo“, das alle Werte infrage stellt. Jagos infames Intrigenspiel spekuliert nicht auf Otellos Leidenschaftlichkeit. Er hat den Denker, den Rationalisten, den Selbstbewussten im Visier und verabreicht ihm das schleichende Gift der Sinnestäuschung und des Zweifels. Otello verkennt die Schuldlosigkeit Cassios, er lässt sich dessen Beziehung zu Desdemona einreden und verliert sich in seiner Eifersucht, die ihm den Boden unter den Füßen entzieht und zum Mörder an der geliebten Gattin werden lässt. Je mehr er nachdenkt und beobachtet, um so mehr verliert er an Gewissheit. Was bleibt, sind Zweifel und Paranoia, die Sorge um die eigene Existenz, die Willensfreiheit und das souveräne Ich. „Otello ist wie ein Mann, der um sich selbst kreist und unter der tödlichen Vorherrschaft eines Incubus denkt, handelt und stirbt“, schreibt Boito. Dieser Incubus ist ein Dämon in menschlicher Gestalt, der dafür sorgt, dass aus Otellos Zweifel und Verzweiflung eine Krankheit zum Tode wird. In keiner anderen Oper ist Verdi so tief in die Intimsphäre des Todes eingedrungen. Ihr hat Verdi ein Requiem in Form einer Oper gewidmet – ein Requiem für einen kranken Geist. Dramma lirico in vier Akten Libretto von Arrigo Boito nach Shakespeares „The Tragedy of Othello, the Moor of Venice“ Eine Koproduktion mit der Opera Vlaanderen In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 3 ½ Stunden, eine Pause Empfohlen ab 14 Jahren MUSIKALISCHE LEITUNG Axel Kober INSZENIERUNG Michael Thalheimer BÜHNE Henrik Ahr KOSTÜME Michaela Barth LICHT Stefan Bolliger CHORLEITUNG Gerhard Michalski DRAMATURGIE Luc Joosten OTELLO Zoran Todorovich JAGO Boris Statsenko CASSIO Ovidiu Purcel RODERIGO Florian Simson LODOVICO Bogdan Talos MONTANO David Jerusalem DESDEMONA Jacquelyn Wagner EMILIA Sarah Ferede CHOR Chor der Deutschen Oper am Rhein ORCHESTER Düsseldorfer Symphoniker

Location

Opernhaus
Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf

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