Symphoniker im Foyer

Werke von Brahms

Was

Oper & Klassik

Wann


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Veranstalterinformationen

Äußerst reizvoll ist die Idee, einer tiefen Frauenstimme nicht nur ein Klavier, sondern auch noch den samtig-warmen Klang der Viola zur Seite zu stellen. Auf diese kam Johannes Brahms auf der Suche nach einem Geschenk für die Hochzeit der Altistin Amalie Schneeweiss mit dem Geigenvirtuosen Joseph Joachims, der ab und zu auch die Bratsche spielte. Das Rückert-Gedicht „Gestillte Sehnsucht“ lieferte den passenden Titel für die Komposition, die 20 Jahre später mit dem das Weihnachtslied „Joseph, lieber Joseph mein“ zitierenden „Geistlichen Wiegenlied“ einen humoristischen Gegenpart erhielt: ein gut gemeinter Therapieversuch für das längst krisengeschüttelte Eheleben der beiden Brahms-Freunde. – Die Klarinette machte Brahms zur persönlichsten Stimme seines Spätwerks. Das Quintett h-Moll op. 115 ist eine höchst verdichtete, tiefernste Musik – wie ein verinnerlichter Abschied. „Mir ist nach dem Werk, als habe ich eine große tragische Geschichte gelesen“, war Clara Schumanns Reaktion auf das Klavierquintett f-Moll op. 34 – eine Komposition, deren Entstehungsprozess den jungen Brahms auf die verschlungenen Pfade mehrerer Überarbeitungen führte, bevor dann 1866 im Rahmen der „musikalischen Abendunterhaltungen“ des Leipziger Konservatoriums bei der ersten öffentlichen Aufführung feststand: In den Fußstapfen seines Mentors Robert Schumann, der die Gattung des Klavierquintetts als eine der wenigen erst in der Romantik entstandenen begründete, hatte Brahms ein Meisterwerk für diese Besetzung geschaffen.

Location

Opernhaus
Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf

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