Oper – Romantik – Revolution

Iwona Puchalska im Gespräch mit Katarzyna Fortuna

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Die Oper ist eine Gattung im romantischen Geiste, die die Revolutionsbewegung und die revolutionären Veränderungen des 19. und 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Manchmal provoziert sie diese sogar, wie z.B. La Muette de Portici von Daniel Auber, deren Aufführung einen Impuls zur belgischen Revolution 1830 gab. – Die noblen Helden der Oper sind häufig Rebellen und Revolutionäre, sowohl im politischen als auch im gesellschaftlichen Sinne, wie beispielsweise der Titelheld von Verdis Don Carlos, Cavaradossi aus Puccinis Tosca oder Chénier aus der Oper von Giordano und viele mehr. Meistens werden sie zwar Opfer der eigenen Leidenschaft, der Geschichte oder ihrer Bestimmung, wie es die Operndramaturgie verlangt. Dennoch sind ihre Haltung und Ideale universell und auch für den heutigen Menschen nachvollziehbar. Dazu tragen immer neue, nicht selten kontroverse Aufführungen der Opernwerke des 19. Jahrhunderts bei. Und das „Romantisieren“ (Richard Taruskin) von Rebellion und des Uneinsseins mit der Realität provozieren auch heute ganz unterschiedliche Reaktionen. Ein Beispiel ist die lebhafte Diskussion, die noch vor kurzem um die Oper The Death of Klinghoffer von John Adams ausgebrochen ist. – Dr. hab. Iwona Puchalska ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Komparatistik an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Sie forscht zum Thema Oper und Musiktheater, befasst sich mit der Problematik der Adaptation, der literarischen Improvisation sowie der Bedingtheit der Rezeption der Musik- und Literaturwerke des 19. und 20. Jahrhunderts. Buchautorin u.a. von: „Die Kunst der Adaptation. Romantische Literatur in der Oper des 19. Jahrhunderts“.

Location

Heinrich-Heine-Institut
Bilker Str. 12–14
40213 Düsseldorf

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