< die digitale dusseldorf >: Gerald Schauder

reinterpreting Hans Richter

Was

Und sonst

Wann


Diese Veranstaltung ist bereits vorbei!

Veranstalterinformationen

die ausstellung zeigt mehrere arbeiten des medienkünstlers gerald schauder, die sich unter zuhilfenahme unterschiedlicher technologien mit werken des dadaisten hans richter (1888 – 1976) auseinandersetzt. skulptur23 geht auf hans richters rollenbild rhythmus 23 aus dem jahr 1923 zurück. dieses diente richter als studie für seine abstrakten kurzfilme, mit denen er eine zeitliche gliederung in der malerei erforschen wollte. für skulptur23 werden richters figuren in die dreidimensionle realität geholt, dann auf engstem raum ineinander verschachtelt und zu einem vielschichtigen gebilde komprimiert. mittels schattenprojektion entsteht eine erweiterung und gleichzeitige verdichtung, deren komplexität von der anzahl und aufstellung der eingesetzten punktlichtquellen beeinflusst wird. es entsteht eine skulptur, gebaut aus holz, plexiglastm und acrylfarbe, die sowohl räumlich als auch zeitlich schwer zu fassen ist und somit den größtmöglichen gegensatz zu hans richters ursprünglicher intention darstellt. als sockel dient eine skulptur, deren form an die der zweiten figur von links aus dem rollenbild angelehnt ist. ein stereoton wurde nach der visuellen vorlage von hans richters stummfilm rhythmus 21 programmiert und wird mittels eines oszilloskops analysiert. auf dem bildschirm des oszilloskops entsteht ein abbild des films rhythmus 21, während daneben auf einem display zum visuellen abgleich der originalfilm läuft. gleichzeitig wird der stereoton mit einem kopfhörer wiedergegeben. das auf dem oszilloskop angezeigte bild ist somit die manifestation der direkten analogie zwischen dem programmierten ton und rhythmus 21. das oszilloskop ist in eine skulptur eingebaut, die wiederum der dreidimensionalen darstellung eines standbildes aus rhythmus 21 entspricht. das wandbild zeigt den programmierten stereoton und kann wie eine partitur des films mitgelesen werden. „der inhalt eines mediums ist ein anderes medium – so lautete bekanntlich eine these von marshall mcluhan. beim anblick von gerald schauders arbeiten zu hans richters filmen der 1920er jahre mag man sich daran erinnert fühlen. sie eröffnen einen erstaunlichen reigen der verwandlung. eins bringt das andere hervor: film wird skulptur, oszilloskopengraph und tabelle, auch legostein und ton, aus dem das ausgangsbild erneut entsteht usw. die medien generieren und befragen einander. nicht von ungefähr steht schauders skulptur23 auf einem sockel, der wiederum eine skulptur ist usw. bei diesem spiel der verwandlungen kommt es einerseits auf technische genauigkeit an, andererseits bedarf es einer gewissen obsession, ohne die so etwas nicht zu machen ist. gerald schauder hat beides auf seiner seite. in jahrelanger akribischer arbeit hat er seine ideen verfolgt und nicht davon abgelassen. im zuge dieser auseinandersetzungen ist er zu einem ausgewiesenen kenner der frühen filme hans richters geworden, die er künstlerisch befragt. auch dieser punkt ist wichtig. gewiss steckt viel an theoretischer arbeit darin, doch steht am ende kein buch, sondern ein neues kunstwerk, das andere werke befragt. schauder selbst spricht in skeptischer nüchternheit von seinen arbeiten; davon soll man sich jedoch nicht täuschen lassen. denn die konstellationen, die hier entstanden sind, sprechen eine andere sprache. sie haben den surrealistischen überschuss, der allen metamorphosen eignet. was also könnte die nächste wendung sein?“ prof. dr. peter bexte

Location

Coelner Zimmer
Schirmer Str. 39
40211 Düsseldorf

Powered by Logo der yourSHOUTER UG (haftungsbeschränkt) yourSHOUTER

< die digitale dusseldorf >

Die Veranstaltung Gerald Schauder gehört zu der Veranstaltungsreihe < die digitale dusseldorf >.
Das Programm von < die digitale dusseldorf > anzeigen