Feministischer Lesekreis

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Feministinnen sind oft Grenzgängerinnen: auch unter tendenziell Gleichgesinnten finden sie sich oft zwischen den Stühlen vor. Etwa wenn Anarchisten die Integration von feministischen Inhalten als unnötig abtun, weil im Anarchismus die Ablehnung jeglicher Herrschaft der einen über die anderen Menschen ja schon inbegriffen sei. Die ganz konkrete, auch alltagsweltliche Emanzipation der Frauen wird dabei „unter ferner liefen“ subsumiert. Aber auch andersherum sind anarchistische Themen in der feministischen Theorie und Praxis eher selten anzutreffen. Dennoch gab es anarchistisch gesinnte Feministinnen und feministisch gesinnte Anarchistinnen, die sich bemühten, beide Sphären miteinander bekannt zu machen. Obwohl Anarchafeminismus als Begriff erst in den 1970er Jahren aufkam, hat es Anarchafeministinnen schon lange vor ihrer Benennung gegeben, unter ihnen ist die wohl bekannteste Emma Goldmann. – Im feministischen Lesekreis, der nun sage und schreibe in den siebten Turnus geht, möchten wir uns diesmal dem Anarchafeminismus annähern. Schwerpunktmäßig werden wir uns mit der in Deutschland nur wenig bekannten Französin Rirette Maitrejean (1887-1968) beschäftigen. Maitrejean argumentierte gegen gewalttätige Aktionen und sorgte damit für breite Diskussionen innerhalb der der anarchistischen Bewegungen Frankreichs, aber auch für ihre Schwächung vor dem 1. Weltkrieg. Für ihre Kritik am Antifeminismus einiger Mitstreiter wurde sie als Nestbeschmutzerin herabgewürdigt. In den 1940er Jahren traf und beeinflusste sie Albert Camus. Lou Marin hat im letzten Jahr eine Biografie herausgebracht, die wir gemeinsam lesen wollen: Rirette Maitrejean. Attentatskritikerin, Anarchafeministin, Individualanarchistin. Verlag Graswurzelrevolution, 2016.

Location

zakk
Fichtenstr. 40
40233 Düsseldorf

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