Caligula

Stück nach Albert Camus

Was

Theater & Tanz

Wann

Veranstalterinformationen

Was passiert eigentlich, wenn man sie ernst nimmt, die sogenannte Philosophie? Mit 25 Jahren, ungefähr im gleichen Alter wie seine Hauptfigur, verfasste der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus sein erstes großes Bühnenstück: »Caligula« – die beispiellose Allmachtsfantasie eines jungen Nihilisten. Die Geschichte des römischen Kaisers Gaius Caesar Augustus Germanicus, genannt Caligula, beginnt mit dem plötzlichen Tod seiner Schwester und Geliebten. Ihr Verlust lässt den bis dahin allseits geschätzten Herrscher zu einer folgenschweren Erkenntnis gelangen: »Die Menschen sterben, und sie sind nicht glücklich.« Die Absurdität der menschlichen Existenz wird Caligula in ihrer vollen Härte bewusst. Da beginnt der mit schier unbegrenzter Macht ausgestattete Kaiser, gegen die Welt und gegen das Leben zu rebellieren. Des einen Frau macht er zur Hure, des anderen Kind tötet er, dem Dritten nimmt er den Vater, und alle Bürger enterbt er zugunsten der Staatskasse. Caligula fordert Roms Eliten heraus. Doch allein sein kluger Gegenspieler Cherea begreift, dass der Kaiser die absolute Freiheit des Menschen provozieren will. Während rundherum sein Sturz geplant wird, ist Caligula schon einen Schritt weiter: »Man kann nicht alles zerstören, ohne sich selbst zu zerstören.« Camus’ »Tragödie der Erkenntnis« bietet eine Steilvorlage, die Perversion politischer Macht heute zu reflektieren, zugleich besticht sie durch die Schönheit der Konsequenz. Es inszeniert Sebastian Baumgarten, seit zwanzig Jahren einer der beständigsten und profiliertesten Theater- und Opernregisseure, dessen Arbeiten sich durch die Frischheit ihrer Ideen und eine hohe politische Bewusstheit auszeichnen. In der Titelrolle sehen Sie den jüngst mit dem Publikumspreis »Gustaf« ausgezeichneten André Kaczmarczyk.

Location

Central
Worringer Str. 140
40210 Düsseldorf

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