b.30

mit Choreographien von Remus Sucheana, Marco Goecke und Natalia Horecna

Was

Theater & Tanz

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Veranstalterinformationen

ONCERTO GROSSO NR. 1 (URAUFFÜHRUNG) Remus Şucheană: Außenseiter oder Einzelgänger? Wie geht man um mit der Ausgrenzung aus einer Gruppe? Ist die vielleicht (selbst-)bewusste Wahl des Einzelnen gegen sogenanntes „normales“ kontaktfreudiges Verhalten nicht ebenso legitim? Und wird der Einzelgänger nicht erst durch die stigmatisierende Wahrnehmung und ihm durch die Gruppe entgegengebrachten Argwohn als „Außenseiter“ in Unsicherheit und gar ängstlich-neurotische Störungen getrieben? Remus Sucheana thematisiert in seiner Uraufführung die Ausgrenzung des Einzelnen aus der Gruppe, den Gegensatz von Einheit und Einsamkeit, von vermeintlich schwachen, im Schatten der Gruppe stehenden Außenseitern und der standfesten, dominierenden Gemeinschaft mehrerer Gleichgesinnter. Der Bühnen- und Kostümbildner Darko Petrovic entwirft für ihn passend zu seiner Idee einen Bühnenraum, der die Tänzer in das räumlich sichtbar werdende Spannungsfeld dieser psychosozialen Gegenpole platziert. // LONESOME GEORGE Marco Goecke Tänzer huschen von den Seiten in die Mitte des Raumes. Ihr Flattern mit den Armen überträgt sich auf den ganzen Oberkörper, so dass dieser wirkt, als hätte man ihn unter Starkstrom gesetzt. Unklar bleibt, ob dies ein Einfluss von außen ist oder nicht doch eher eine Energie – ein Zittern, Reißen, Flackern, Vibrieren –, die sich von ganz tief innen ihren Weg nach außen bricht. Ihre Schultern ziehen sie immer wieder hoch, ihre Finger verkrümmen sich zu Krallen; als wollten sie sich vor dem, was sich vor ihnen zeigt, schützen, halten sie ihre Hände vor die Augen und schleichen gebückt davon – gefangen in einer verstörenden Panik, die zu einem Bild tiefster Einsamkeit wird, wenn ihre zaghaft-verzweifelten Rufe nach George in den Weiten des Raumes verhallen. // WOUNDED ANGEL (URAUFFÜHRUNG) Natalia Horecna Unter den jüngeren Choreographen ist es die aus Bratislava stammende Natalia Horecna, die zur Zeit in der europäischen Tanzlandschaft besonders aufhorchen lässt. Sie war Solistin in John Neumeiers Hamburg Ballett, tanzte im Scapino Ballet Rotterdam und Nederlands Dans Theater. Beim Taglioni – European Ballet Award 2014 wurde sie als „Beste Nachwuchschoreographin“ für ein Œuvre ausgezeichnet, das für so renommierte Ensembles wie u.a. das NDT, Hamburg Ballett, Wiener Staatsballett, Finnische Nationalballett, Königlich Dänische Ballett, Les Ballets de Monte Carlo, Slowakische Nationalballett und Bundesjugendballett entstand. Ihre Tanzstücke sind von starken Emotionen, extremen Energien und der Suche nach den versteckten Seiten in uns selbst geprägt. Als „schmutzigen Neoklassizismus“ bezeichnet Natalia Horecna ihren Stil, mit dem sie auf der Tanzbühne die dunkleren Seiten der Menschen auslotet, ihre Ängste, Nöte und inneren Kämpfe – nicht ohne dabei immer wieder auch zu einer ganz eigenen Schönheit vorzudringen.

Location

Opernhaus
Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf

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