Die unsichtbare Hand / Am Boden

Stücke von Ayad Akhtar bzw. George Brant / Kammerspiele

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Theater & Tanz

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Veranstalterinformationen

Wir sind im Krieg. Aber gegen wen? Wo ist Feindesland, wo Heimat? Was verteidigen wir, und zu welchem Preis? In einem Doppelabend aus zwei aktuellen Theaterstücken beleuchten wir unterschiedliche Facetten einer drängenden Frage. ************************************************************************* Die unsichtbare Hand (Deutsch von Barbara Christ): Pakistan, eine Zelle, in naher Zukunft. Seit drei Wochen wird Nicholas Bright, ein Trader der Citibank, hier als Geisel festgehalten. Die Anhänger des charismatischen Imam Saleem verlangen ein Lösegeld von 10 Millionen Dollar, mit denen angeblich lokale Wohltätigkeitsprojekte finanziert werden sollen. Vergeblich versucht Bright dem ‚Leutnant‘ des Imam, dem in London geborenen Extremisten Bashir, zu erklären, dass diese Summe niemals gezahlt werden wird. Die Situation erscheint aussichtslos. In seiner Verzweiflung macht Nick dem Imam einen wahnwitzigen Vorschlag: Wenn es ihm über online getätigte Investitionen im Verlauf eines Jahres gelingt, sein eigenes Vermögen von 3 Millionen Dollar in 10 Millionen zu verwandeln, lassen ihn die Geiselnehmer frei. Der Plan geht zunächst auf. Doch je mehr Geld sich auf den Konten der Terroristen anhäuft, desto größer wird die Versuchung, die eigenen Ziele zu verraten. Ist der Glaube an die unsichtbare Hand des Marktes wirklich besser als der an die Hand Allahs? Woran glauben wir (im ‚Westen‘) überhaupt noch? Ist religiöser Fundamentalismus der Treibstoff des Terrors, oder ist es der Konflikt zwischen Arm und Reich? Der amerikanische Erfolgsautor Ayad Akhtar übersetzt die drängenden Fragen unserer Zeit in einen spannenden Thriller, in dem kulturelle und politische Identitäten hinterfragt werden. ********************************************************************** Am Boden (Deutsch von Henning Bochert): Eine junge US Pilotin berichtet, wie sie nach der Geburt ihrer Tochter das Cockpit eines F-16 Kampfflugzeuges über der irakischen Wüste gegen den Steuerknüppel einer Kampfdrohne eintauschen muss. Jetzt sitzt sie nicht mehr in Lebensgefahr im Flugzeug in unmittelbarer Umgebung ihres Einsatzgebietes, sondern im 8.000 Meilen entfernten Las Vegas in einem fensterlosen Einsatzzentrum mit 12-Stunden-Schichtbetrieb. Abend für Abend kann sie nach dem Dienst zu Mann und Kind heimkehren. George Brants genau recherchierter Monolog ist ein eindrückliches Zeugnis vom „Drohnen-Krieg gegen den Terror“. Er erzählt davon, wie das ferngesteuerte Töten die Grenze zwischen Alltag und Krieg einstürzen lässt.

Location

Schauspielhaus
Königsallee 15
44789 Bochum

Weitere Termine

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