Museen in Düsseldorf

Erstaunlich, dass Düsseldorf so gerne als Modestadt gehandelt wird. Im Bereich bildender Kunst hinterließ und hinterlässt die Landeshauptstadt doch wesentlich nachhaltigere Spuren. Die Liste der der Stadt verbundenden Künstler und -Gruppen spannt den Bogen von Beuys bis Zero, über Nam June Paik, Blinky Palermo, Konrad Klapheck, Immendorff und Lüpertz bis Gursky, Ruff und Becher und hört noch längst nicht auf bei Alfred Schmela oder Konrad Fischer. In zahlreichen Galerien und Projekträumen stellt sich jenseits der etablierten Einrichtungen eine höchst lebendige Offszene dar. Beim traditionell im Februar stattfindenden Rundgang in der Kunstakademie zeigt der studierende Nachwuchs seine Arbeiten. Geschult wird dieser von Professoren wie Anthony Cragg, Katharina Fritsch, Georg Herold, Rosemarie Trockel oder Tomma Abts. Fünf Tage lang bietet sich dann auch seltener von der Muse Geküssten Gelegenheit, die Luft in den heiligen Hallen der Kunstschöpfung zu schnuppern und zu erleben, welche Tendenzen vielleicht demnächst den Kunstmarkt prägen könnten. Dann herrscht wieder Ruhe auf den Gängen – bis zum nächsten Jahr. Ganzjährig geöffnet sind dagegen die zahlreichen Museen und Institute der Stadt, in denen ein interdisziplinäres Angebot aus unterschiedlichsten Schaffensperioden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Neben regional verwurzelten renommierten Künstlern reisen regelmäßig auch mit Sicherheit für die Reise bestens verpackte Exponate großer Nicht-Düsseldorfer an. Die Palette der in Soloschauen oder themenorientierten Ausstellungen gezeigten Werke reicht von El Greco bis Per Kirkeby, von Rembrandt bis Picasso. 
Jenen, die häufiger ins Museum gehen, sei die Düsseldorfer Art:card ans Herz gelegt. Sie kostet 80 Euro (für Jugendliche unter 21 Jahren: 15 Euro) und ermöglicht ein Jahr lang kostenlosen Eintritt in zahlreiche Düsseldorfer (und einige auswärtige) Museen. Zudem verfügbar: die Art:card plus (120 Euro), die neben den kostenlosen Museumsbesuchen auch Vergünstigungen an anderen Häusern, darunter die Deutsche Oper am Rhein, das Schauspielhaus, die Tonhalle oder das tanzhaus nrw, beinhaltet.


K20

Zu ihren Gründungszeiten in den 1960er Jahren war die anfangs als „Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen“ geführte Sammlung noch im Schloss Jägerhof untergebracht. 1986 wanderten die Exponate, zu denen heute Arbeiten u. a. von Picasso, Matisse oder Mondrian als Repräsentanten der klassischen Moderne zählen, in das eigens zu diesem Zwecke erbaute K20 im Herzen der Düsseldorfer Altstadt. Längst [mehr...]


K21

2002 eröffnete mit dem K21 im ehemaligen Ständehaus die zweite Dependance der „Kunstsammlung des Landes Nordrhein-Westfalen in der Landeshauptstadt Düsseldorf“. Die imposante, 1880 erbaute Immobilie mit Blick auf den Kaiserteich war einst Sitz des nordrhein-westfälischen Landtags. Unter der markanten Dachkuppel wird bislang die Abteilung „Zeitgenössische Kunst“ mit direkterem Bezug zum 21. [mehr...]


Schmela Haus

Abteilung drei der „Kunstsammlung des Landes Nordrhein-Westfalen in der Landeshauptstadt Düsseldorf“: Das denkmalgeschützte Haus, erbaut vom niederländischen Architekten Aldo van Eyck (1918–1999), wurde 1971 als Galeriegebäude der Bundesrepublik eröffnet. Das Haus mit seiner verschachtelten Architektur aus Bimsbetonstein wurde nach Auszug der Bundes-Galerie vom Land NRW erworben und steht nun der [mehr...]


 

Julia Stoschek Collection

2007 eröffnete die 1975 geborene Kunstsammlerin Julia Stoschek mit der Schau „Number One: Destroy, She Said“ ihr Privatmuseum im historischen Gemäuer der alten Rahmenfabrik Conzen. Für die Präsentation zeitgenössischer Kunst mit dem Schwerpunkt Medien und Videokunst, Installation und Fotografie, wurde das mehrstöckige Haus inklusive des bewohnbaren Kunstspeichers entsprechend hergerichtet. Im [mehr...]


NRW-Forum

Wenig museal im konservativen Sinne gestaltet sich das Ausstellungsangebot im am Rhein und direkt zur Tonhalle gelegenen Teil des imposanten Gebäude-Komplexes am Ehrenhof 2. 1998 eröffnet, werden im NRW-Forum unterschiedlichste Aspekte neuer Kommunikationsformen und zeitgenössischer Ästhetik dargestellt. Es geht um Kunst und Kommerz, Mode, Werbung und zeitgenössische Ästhetik. Gezeigt wird das [mehr...]


Museum Kunstpalast

Der Bestand der Gemäldegalerie in der Stiftung Museum Kunstpalast umfasst rund 2 500 Gemälde der europäischen Malerei vom 15. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und spannt somit einen Bogen von der Frührenaissance bis zum Impressionismus. Schwerpunkte liegen dabei auf der niederländischen und flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts sowie der Düsseldorfer Malerschule von 1819 bis 1918. In der [mehr...]


Kunsthalle

Markant thront der 1967 erbaute Betonkubus am Grabbeplatz 4. Seit der ersten Ausstellung mit u. a. Plastiken und Aquarellen Ewald Matarés sind hier die beiden unabhängigen Institutionen Kunsthalle und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen angesiedelt. Als Haus für Wechselausstellungen ohne eigene Sammlung prägen zeitgenössische Positionen unter Berücksichtigung historischer und lokaler [mehr...]


KIT

Das im Februar 2002 eröffnete Ausstellungshaus „Kunst im Tunnel“ zählt zum jüngsten Zuwachs in der Düsseldorfer Museumslandschaft. Verwahrt im unterirdisch gelegenen Tunnelrestraum zwei Meter unterhalb der Rheinuferpromenade, ist schon der Abstieg durch den von „Fritschi Architekten“ entworfenen Eingangspavillon mit kaum zu verbesserndem Rheinblick apart. Hier oben residiert die KIT Bar, in der [mehr...]


Akademie Galerie

Das Wichtigste zuerst: Diese Institution hat nichts mit einer kommerziellen Kunstgalerie gemein. Es geht nicht ums Verkaufen. Die Akademie-Galerie sieht sich vielmehr als ein Forum für das Werk der Professoren und eine Auswahl bekannt gewordener Studenten der Düsseldorfer Kunstakademie. Darüber hinaus liegt ein wichtiger Aufgabenbereich im Aufbau einer dementsprechenden systematischen Sammlung [mehr...]


Stadtmuseum

Das Stadtmuseum ist das älteste Museum Düsseldorfs. Aber erst nach einigen Umzügen fand das Institut 1963 seine endgültige Heimat in der Carlstadt im Palais Spee auf der Berger Allee 2. In der Schausammlung sind Artefakte aus der Ur- und Frühgeschichte bis zur Jetztzeit zur einzigartigen Biografie der Stadt und ihrer Region zusammen getragen, um so die hiesige Geschichte, Kultur und Kunst zu [mehr...]


Theatermuseum

Mitten im Hofgarten, auf der Achse zwischen Schauspielhaus und Oper, liegt das Theatermuseum auf der Jägerhofstraße 1 ideal verwahrt als Treffpunkt für Kulturinteressierte. Auf der hauseigenen Studiobühne mit 60 Sitzplätzen werden wechselnden Veranstaltungen durchgeführt. Führungen und Vorträge erklären die „Faszination Theater“ oder branchentypische Berufe. Wechselausstellungen z. B. zur [mehr...]


Filmmuseum

Es ist eine Traumfabrik für Filmfans. Die Dauerausstellung in diesem Museum, das im Herzen der Altstadt liegt, versteht sich als „Schule des Sehens“, bei der Geräte sogar angefasst oder ausprobiert werden dürfen. Führungen und Workshops helfen den Besuchern, diese komplexen Themenbereiche noch intensiver zu erschließen. Vorgestellt werden Meisterregisseure und Filmstars, präsentiert werden [mehr...]


Goethe-Museum

Der 1874 in Bremen geborene Anton Kipppenberg erlangte als Leiter und Inhaber des Insel-Verlags zu Leipzig Weltruf. Schon als junger Buchhändler legte er den Grundstock zur im Laufe eines halben Jahrhunderts zusammengetragenen Goethe-Sammlung. Den Geist der Goethe-Zeit anschaulich zu machen, diesem Zwecke dienen alle Objekte dieser Sammlung, zu deren Ausstattung, Unterhalt und Entwicklung sich die [mehr...]


 

Hetjens-Museum

Willkommen im weltweit einzigen Institut, das die universelle Keramikgeschichte über 8 000 Jahre durch alle Kulturen und Epochen dokumentiert und in Ausstellungen präsentiert. Das größte Objekt der Sammlung auf über 2 500 qm Ausstellungsfläche direkt neben dem Filmmuseum ist eine prächtige raumfüllende Halbkuppel, die um 1680 in Multan, im heutigen Pakistan gelegen, entstand. Von der Fliese zur [mehr...]


 

Kunstraum

Ein wenig abseits des innerstädtischen Treibens liegt am Bilker Salzmannbau auf der Himmelgeister Straße 107 dieser 1994 eröffnete Schauraum für aktuelle zeitgenössische Kunst. Neben Ausstellungen mit sowohl internationalen als auch in Düsseldorf beheimateten Künstlern werden sporadisch Konzertreihen wie z. B. „Klangraum“ oder Performances geboten. Regelmäßig finden die Förderpreisträger der [mehr...]


Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen

1829 gegründet, widmet sich der Verein der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Seit 1967 residiert man gemeinsam mit der Kunsthalle im Beton-Kubus am Grabbeplatz 4. Dem nach Exkursen zu historischen Positionen im Schwerpunkt konsequent gegenwartsbezogenen Programm verdankte Düsseldorf Ausstellungen wie „Palermo“, diente als „Städtische Bühne“ für Kurzausstellungen, [mehr...]


Kultur Bahnhof Eller

Abseits der klassischen Kulturtouristenpfade auf der innerstädtischen Kunstachse behauptet sich dieser alte Bahnhof als Zentralstation für Kunst am östlichen Ende der Stadt. Erbaut wurde diese reizvolle Immobilie 1872. 1909 kam der Wartesaal hinzu. Die ersten Künstler zogen 1975 ein. In den letzten dreißig Jahren fanden in den Räumlichkeiten über 130 Ausstellungen mit rund 600 beteiligten [mehr...]


Veranstaltungskalender für Düsseldorf

Kinoprogramm Düsseldorf