Reise in die Vergangenheit: 10. Historischer Jahrmarkt

Jahhunderthallen-Hausherr Andreas Kuchajda, NRW-Kirmeskönigin Sophie I. und Schausteller-Urgestein Albert Ritter stimmen auf den historischen Jahrmarkt ein. | Foto: Marie Herrmann

Am 12. Februar  heißt es in Bochum wieder: „Herrrein spaziert, herrrrein spaziert!“ Dann verwandelt sich die Jahrhunderthalle zum zehnten Mal in Europas größten historischen Indoor-Jahrmarkt. Natürlich hat die Jubiläumsausgabe auch ein paar besondere Leckerchen zu bieten.

Den Auftakt macht der Steampunk-Jahrmarkt am Samstag, aber bereits im Vorfeld mussten die Macher ordentlich Dampf geben. Am 8. Februar hat der Aufbau begonnen. „Wir konnten erst im 6 Uhr in die Halle rein“, sagt Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes. Am Wochenende zuvor fand eine Messe statt und deren Spuren mussten erst komplett beseitigt werden. Allerdings arbeiten die Schausteller so zuverlässig wie ihre Fahrgeschäfte. Der Zeitdruck für Ritter und Konsorten: Kein Problem!

"Fest für alle Sinne"

Ritter freut sich schon auf die zehnte Auflage des historischen Jahrmarkts in Bochum. Jahrhundertealte  Fahrgeschäfte, süße Kirmesleckereien und die  fröhliche Jahrmarktmusik machen die Veranstaltung zu einem Erlebnis für die ganze Familie. „Unser Jahrmarkt ist ein Fest für alle Sinne“, erklärt Ritter. „Dabei kommen nicht nur die kleinen Gäste auf ihre Kosten. Das Event ist eine Veranstaltung für Groß und Klein.“

Das einzigartige Industrieambiente der Jahrhunderthalle und die Nostalgie der wunderschön, erhaltenen Fahrgeschäfte nehmen den Besucher mit auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.  „Einige unserer Attraktionen sind so alt wie die Halle selbst. Das Holzpferdekarussell stammt beispielsweise aus dem Jahre 1874.“ Trotz des hohen Alters sind alle Fahrgeschäfte funktionsfähig und sicher  – „auch das älteste Karussell hat den neuesten Tüv“. Die Nutzung der Fahrgeschäfte ist im Eintrittspreis inbegriffen. Fahren können Besucher den ganzen Tag, sei es auf der Raupenbahn mit Original-Verdeck aus dem Jahre 1926 oder dem historischen Riesenrad. Fahrgeschäfte gibt es einige.

Viele Anekdoten

Aber es muss nicht immer Hulligulli sein. „Ich freue mich am meisten auf das Kasperle-Theater“, gesteht Schausteller-Urgestein Ritter. Außerdem freut er sich auf Gespräche mit den Besuchern. „Die sollen uns ruhig ein Loch in den Bauch fragen!“  Dann erzählt er auch gerne, warum Kirmeswagen von anno Schnuff ein rundes Dach haben: Damit sie durch Eisenbahntunnel passen! Anekdoten haben er und seine Schausteller-Kollegen genügend in petto.

Auch Besonderheiten zum Zehnjährigen gibt es. Für einen schmalen Euro gibt es eine Jubiläumsbroschüre. Kleine Kirmesfreunde bekommen ein Malbuch – sogar geschenkt. Der Nachwuchs darf sich am letzten Jahrmarktssamstag  (4.3.) sogar auf eine Jubiläumsschnitzeljagd freuen.  Auf der Hatz durch die Halle müssen sie kleine Fragen beantworten und können Karten für den elften historischen Jahrmarkt gewinnen.

Mehr zum Thema

11.2.–5.3. Jahrhunderthalle, Bochum

Steampunk zum Auftakt: Historischer Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle

Bereits zum dritten Mal trifft sich die Steampunk-Szene in Bochums industrieschicker Vorzeigelocation: der Jahrhunderthalle. Die wärmt sich damit aber erst auf – auf den Schritt folgt der 10. Historische Jahrmarkt! Am 11.2. zündet der Steampunk-Jahrmarkt den Startschuss für vier Wochenenden voll nostalgischer Jahrmarktvergnügen. Von 13 bis 1 Uhr tummeln sich dann in der Jahrhunderthalle allerlei [mehr...]