Urbane Akrobaten: Parkours-Anlage auf Zollverein geplant

Auf Zollverein ist eine Parkour-Anlage geplant. | Foto: Sven Lorenz / Stiftung Zollverein

Junges Blut und mutige Akrobaten will das Welterbe Zollverein auf sein Gelände locken. Darum ist eine Parkour-Anlage auf der Kokerei geplant, die pünktlich ab den Sommerferien dieses Jahres zum urbanen Turnspaß einladen will.

Die Wurzeln der Parkour-Bewegung finden sich in Frankreich, inzwischen ist die Mischung aus Akrobatik, Fitness und Mutprobe aber in allen Ecken der Welt bekannt und beliebt. Dabei nutzen die Sportler den urbanen Raum und seine Beschaffenheit, von Treppen über Blumenkübel bis zu Laternen, und finden neue, kreative Wege, ihn zu erschließen. Sie springen, hüpfen, kraxeln, klettern und schwingen sich wie ein moderner Tarzan durch den Großstadtdschungel und testen und trainieren dabei Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Fantasie.

Das sollen nun auch Besucher und Sportler auf Zollverein können. Ersonnen wurde die Idee einer frei zugänglichen Parkour-Anlage von Jugendlichen aus den umliegenden Stadtteilen während eines Workshops des Jugendforums Zollverein. Der fand schon vor zwei Jahren statt, den langen Vorlauf bis zum ersten Spatenstich brauchten die beteiligten Landschaftsarchitekten und Fachplaner für Parkour-Anlagen, um die zuständigen Behörden lückenlos zu überzeugen. Dass die Anlage nun aber nach Baubeginn im April schon zu Beginn der Sommerferien Mitte Juli fertiggestellt sein soll, zeugt vom Enthusiasmus der Stiftung Zollverein für dieses Projekt.

600 qm groß soll die Anlage werden und aus zwei Bereichen bestehen, verbunden durch Stufen und Rampen. Finden werden sich im ersten Bereich Würfel, Stangen und Wandflächen, im zweiten höherem anspruchsvollere Elemente, unter denen ein synthetischer Fallschutz vor einem schmerzhaften Aufprall schützt. Abends wird die Anlage beleuchtet. Eintritt wird nicht verlangt. Jugendliche, Erwachsene und ganze Schulklassen, die hier ihren Sportunterricht aufpeppen, können sich hier also austoben. Und wenn Omis Knochen es noch mitmachen, darf natürlich auch sie den mutigen Sprung von Element zu Element wagen. Lukas Vering