Winterleuchten 2017: Mystik und Märchen im Westfalenpark

Wolfgang Flammersfeld vor Spezies | Foto: Finn Emma Trautmann

Schon zum zwölften Mal erstrahlt der Dortmunder Westfalenpark dank bunter Lichtkunst. Die Ausstellung beginnt am 9. Dezember und findet mit einem großen bunten Feuerwerk am 13. Januar ein festliches Ende. Wolfgang Flammersfeld und Reinhard Hartleif von world of lights sind die Künstler hinter den Werken, die die Besucher in eine mystische Welt eintauchen lassen. Dieses Jahr gibt es viel Neues zu entdecken.

Der Florianturm | Foto: Finn Emma Trautmann

Würde man den Westfalenpark während des Winterleuchtens aus der Vogelperspektive sehen, so würde er sicherlich – durch all die LEDs, Lichtleitfasern, Hochleistungsprojektoren und Spezialscheinwerfer – hell leuchten.  Aber auch beim abendlichen Spaziergang wirken die verschiedenen Farben der Lichter, die Atmosphäre im Park und die witzigen Muster dem trüben Winterwetter entgegen. Wolfgang Flammersfeld sagt, dass es ihm wichtig ist, den Besuchern Platz für Träume und neue Gedanken zu geben:  „Ich wünsche mir, dass Alle einfach mal abschalten können und Freude an der Kunst haben.“ Sein Geheimtipp: „Die Kunstwerke kommen bei leichtem Nieselregen besonders gut zur Geltung.“

98 Prozent der Kunstwerke sind neu

Unzählige viele neue Ideen der Künstler führen dazu, dass aus den letzten Jahren nur noch die Schattenwand – allerdings mit neuen Motiven – und das Wasserschild zu sehen sind. Ein – wortwörtlich – großes Highlight unter den neuen Kunstwerken ist der „Würfel-Walzer“. Klingt harmonisch, ist es auch. 36 circa einen mal einen Meter große Würfel, die in gleichen oder verschiedenen Farben beleuchtet werden, bewegen sich synchron zu Walzermusik.  Das größte Einzel-Objekt ist eine Kugel, vier Meter groß im Durchmesser, welche durch LED-Streifen erstrahlt. Die „Spezies“, das Lieblingswerk von Flammersfeld, sind ein Gebilde aus Lichtstreifen und bunten Kugeln nahe der Wasserbecken. Des Weiteren gibt es ein neues Hydroschild, bestehend aus einem Schlauch der Wasser mit acht Bar in die Luft schießt. Das Ergebnis ist eine zehn Meter hohe Wasserleinwand auf die verschiedenste Motive projiziert werden. Neu ist auch, dass einige Kunstwerke vom Enya-Lied „May It Be“ begleitet werden.

Märchenwelt voller Mystik 

Würfelwalzer | Foto: Finn Emma Trautmann

Zauberhaftes gibt es während des ganzen Spaziergangs zu entdecken, mal hier mal dort erkennt man Drachen, XXL-Schnecken, Schattenspiele, Geister und auch Nessie, das Monster von Loch Ness. Jeder, der einem Märchen lauschen möchte, begibt sich am besten in den funkelnagelneuen Märchenwald. Dieser befindet sich mitten im Rosengarten und besteht aus acht verschiedenen Häuschen, die jeweils einen Teil des Märchens akustisch vortragen. Welches Märchen erzählt wird, muss jeder Besucher selber herausfinden. Finn Emma Trautmann


Achtung, die Eingänge sind unterschiedlich lang besetzt: Eingang Florianstraße: 9-23 Uhr, Eingang Ruhrallee: 10-18 Uhr, Winterleuchten täglich ab 17 Uhr.