Weihnachtsmarkt will hoch hinaus: Neues in Bochum

Der fliegende Weihnachtsmann bekommt dieses Jahr einen neuen Text. | Foto: Bochum Marketing GmbH, Ingo Otto

So hoch hinaus ging es beim Bochumer Weihnachtsmarkt noch nie. Allerdings war er auch schon lange nicht mehr so kurz. Am 23. November beginnt das weihnachtliche Marktgeschehen – mit einigen Neuerungen.

Ein Highlight ist, buchstäblich, der  City-Skyliner, den Bochum Marketing dieses Jahr auffährt. Der nimmt zwar ziemlich viel Fläche weg, aber das ist völlig egal. 25 mal 25 Meter verschlingt er auf dem Boulevard –  ein Durchkommen ist für den Verkehr nicht mehr möglich. „Busse müssen dieses Jahr draußen bleiben, hat die Verwaltung gesagt“, erklärt Bochum-Marketing-Geschäftsführer Mario Schiefelbein. Klar, dass sich die Stadttochter Bochum Marketing daran hält. Das will sie aber auch nutzen. Dieses Jahr werden die Fronten der Stände zur Straßen hin ausgerichtet, der Boulevard erhält somit Platz-Charakter. Außerdem: „Wenn dort keine Busse fahren, können wir das sperrige Ding auch auf den Boulevard stellen“, sagt Schiefelbein zum Skyliner.

Auf dem Husemannplatz wird dieses Jahr eine Krippe stehen. | Foto: Bochum Marketing GmbH, Michael Grosler

8 Euro pro Fahrt

72 Meter fährt „das sperrige Ding“ in die Höhe. „Damit es nicht plötzlich eine Etage tiefer steht, haben Statiker viel gerechnet“, sagt Schiefelbein. Sicher ist sicher, denn der „höchste mobile Turm der Welt“ steht über dem Innenstadtparkhaus. „Er soll dort stehen und er kann dort stehen“, so Schiefelbein. Wenn wir schon beim Sollen sind. Zehn Minuten soll eine Fahrt dauern und acht Euro soll sie kosten – zumindest für Erwachsene. Kinder zahlen die Hälfte. Außerdem soll die Kabine Platz für 60 Personen bieten – ausreichend groß für eine Hochzeitsgesellschaft. Und das ist gut so. Denn das Bochumer Standesamt wird acht Trauungen mit Blick über Bochum und den Weihnachtsmarkt durchführen. Spontan Lust auf ein 80-Meter-Ja-Wort? Pech gehabt! Die Termine sind schon weg.

Vielleicht tröstet ja der Glühwein über die ausgebuchte Hochzeitsmöglichkeit hinweg. Dessen Preis soll konstant bleiben, sprich: im Schnitt 3 Euro. Gesunken ist hingegen die Zahl der Markttage. 30 Stück werden es im Vorjahr sein. Kleiner Vergleich: 2016 hatte der Weihnachtsmarkt an 36 Tagen geöffnet. Traditionell beginnt das Markttreiben immer am Donnerstag vor Totensonntag. Jährlich steigt die Zahl um je einen Tag wieder auf 36 an, bevor sie dann wieder auf 30 fällt.

Führungen in leichter Sprache

Und was ist sonst alles anders? Erstmals werden dieses Jahr Führungen in leichter Sprache angeboten, der Mittelaltermarkt bekommt zwei neue Portale, es gibt einen neuen Stand mit regelmäßig wechselnden Beschickern und der Husemannplatz darf sich über eine große Krippe freuen. Außerdem steht im Märchenwald ein Briefkasten für Post an den Weihnachtsmann. Der freut sich vor allem über Gedichte, denn Bochum Marketing lobt einen Gedichte-Wettbewerb aus.

Der Mittelaltermarkt wird dieses Jahr mit zwei neuen Eingangsportalen aufgewertet. | Foto: Bochum Marketing GmbH, Ingo Otto

Der Weihnachtsmann freut sich nicht nur über Gedichte, sondern fliegt mal wieder über den Dr.-Ruer-Platz.  Allerdings mit einer Änderung. Zum zweiten Mal in seiner Bochumer Karriere, erhält der fliegende Weihnachtsmann (alias Falko Traber) einen neuen Text spendiert. Frank Weiß vom Prinz-Regent-Theater (PRT) schrieb eine launige Geschichte um Rentier Rudolpha zusammen. Rudolpha ist neu im Schlittengespann des Weihnachtsmanns und Rudolphs Schwester. Außerdem singt sie gerne – kann es aber nicht. Da kommen die Kinder ins Spiel. Gemeinsam mit dem Weihnachtsmann dürfen sie bei den Auftritten lauthals Weihnachtslieder schmettern, um Rudolpha zu zeigen, wie es geht. Gesprochen werden Weihnachtsmann und Rentier von PRT-Schauspielern. Yvonne Forster sprach Rudolpha ein,  Helge Salnikau den Geschenkelieferanten. Zweimal täglich düst Santa übrigens schwindelfrei über den Platz: 17 und 19 Uhr. Sebastian Ritscher

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