World Pull-Up Day: Klimmzüge für den guten Zweck

Die Califanten laden zum Klimmzug-Spektakel. | Foto: Florian Ziegler

Lettland und Essen-Werden, das passt wie die Faust aufs Auge, richtig? Zumindest an diesem Wochenende, wenn der World Pull-Up Day, ein Klimmzüge-Wettbewerb aus dem baltischen Staat, seinen Ableger an der Ruhr bekommt. Am 9. September können Calisthenics-Freunde und -Neulinge sich an der Reckstange hochziehen – und das für einen guten Zweck.

Califanten nennen sich Mara, Tine, Michael und Alex und bilden ein Calisthenics-Team, das ihre Liebe zu(m) Essen in ihrem Namen nochmal betont. Dabei zählt bei dem noch recht neuen Sport jedes Kilo: Calisthenics bezeichnet das Training mit dem eigenen Körpergewicht; darunter fallen Liegestütze, Kniebeugen, Barrenstütz und Klimmzüge. Letztere sind Gegenstand des World Pull-Up Days, der in Lettland ins Leben gerufen wurde und in kürzester Zeit weltweit Nachahmer fand. In Deutschland findet er dieses Jahr neben Essen auch in Bremen, Wetzlar und München statt. „Männer sollen so viele Klimmzüge am Stück im Obergriff (Pull-Up) absolvieren, wie sie können“, erklären die Califanten die recht simplen Regeln, „bei Frauen wird der Klimmzug im Untergriff (Chin-Up) durchgeführt.“ Der Name und die Anzahl der Klimmzüge werden vermerkt, der Sieger dadurch hinterher ermittelt.

Pullen fürs Ronald McDonald Haus

„Neben der Mobilisation der Menschheit und dem gemeinsamen Spaß möchten wir auch einen guten Zweck verfolgen“, heißt es weiter, „daher möchten wir pro absolviertem Klimmzug einen bestimmten Betrag spenden.“ Empfänger der Spenden soll das Ronald McDonald Haus im Grugapark sein, in dem schwerkranke Kinder und ihre Familien während der Behandlung im Klinikum wohnen.

Es ist daher nicht wichtig, fünf oder gar zehn Klimmzüge zu schaffen, lassen die vier Essener verlauten. Denn jeder Klimmzug zählt, für die Bewohner des Ronald McDonald Hauses, aber auch für den eigenen Bizeps. Julia Hubernagel

 9. September, 10-15 Uhr, Löwental, Schleuse 7, Essen