WM 2014: Public Viewing im Ruhrgebiet

Zum Warmjubeln in den Westpark Bochum | Foto: Andreas Molatta

Entscheidend ist aufm Platz? Schön wär's. Bevor die Fans einfach auf den größten Platz der City marschieren, um ihre Kicker zu bejubeln oder zu verfluchen, braucht es fürs Public Viewing Sponsoren und Lizenzen – und um beides steht es 2014 nicht überall schwarz-rot-geil. Ein Überblick über das Ruhrgebiet. 

Hier gehts zu den Specials aus Düsseldorf, Wuppertal und Niederrhein.

Ruhrgebiet

Bochum: Perle im Revier

Spitzenreiter ist, anders als im echten Fußball-Leben, Bochum. Die größte Videoleinwand des Ruhrpotts (7 x 11 Meter) steht im Westpark an der Jahrhunderthalle. In der „Sparkassen FanKurve“ können je Spieltag bis zu 15 000 Besucher beim „Cooltour“-Event mitfiebern. Auf 6 000 Quadratmetern befestigter Wiesenfläche wird gemeinsam gefeiert und geweint – verbrieft bei allen deutschen Vorrunden-Begegnungen und im Finale. Also bei mindestens vier, maximal sieben Spielen. Freier Himmel, freier Eintritt.

Auch die Kneipen des Bermudadreiecks sind für die WM gerüstet. Fast die ganze Partymeile entlang sind die Bildschirme geputzt und die Wellenbrecher aufgebaut. Eine Leinwand gibt es draußen jedoch nicht.
Für gemütliches Schauen ohne übermäßiges Fahnen-Geschwenke empfiehlt sich das Bio-Diner Blondies. Hier werden im oberen Bereich täglich Spiele übertragen. Es sollte jedoch vorab ein Tisch zu reserviert werden, da die Räumlichkeiten begrenzt sind. Burger ohne Bio aber ebenfalls plus Leinwand und Fernseher finden sich außerdem im Burgerado.

Dortmund: Jetzt doch Public Viewing auf den Friedensplatz

In Dortmund wurde das Ruder mal wieder in letzter Minute rumgerissen: Nachdem das Public Viewing auf dem Friedensplatz aufgrund mangelnder Sponsorengelder schon abgesagt war, wurde der Taschenrechner abermals gezückt. Das Programm wurde rundum abgespeckt, Geldgeber konsultiert und siehe da: Es reicht für die Übertragung der Gruppenspiele der deutschen Mannschaft und für alle Spiele ab dem Achtelfinale. Wer es lieber kleiner mag, sollte sich rechtzeitig einen Stuhl in Dortmunds Gasthäusern und Biergärten wie „Strobels“ oder „Café Erdmann“ sichern.Ebenfalls für alle Deutschlandspiele geöffnet, ist die FZW Sportsbar und der Biergarten. Der Eintritt ist frei.

Essen: Gruga-Cabana

Die Regionalligastadt Essen dagegen zelebriert „Copacabana an der Ruhr“ lieber Indoor. So muss bei den teilweise späten Anstoßzeiten um 22 Uhr nicht die Nachtruhe gebrochen werden – zumindest nicht bevor der Autokorso startet. Bis zu 6 500 Menschen passen in die Grugahalle, wo man es mit der Agentur „TAS“ und der „11 Freunde Bar“ vor dem Riesenbildschirm kollektiv krachen lassen kann, Samba-Tänzerinnen inklusive. Eintritt: 7,50 Euro. Achtung: Jugendliche unter 16 Jahren dürfen bei Spielen ab 21 Uhr nur in Begleitung eines Erwachsenen rein. Ein Public Viewing auf dem Kennedy-Platz wird es nicht geben.

Duisburg: Innen wie außen

In Duisburg wurde zumindest für einen Spielort grünes Licht gegeben: Auf dem Parkplatz des Hotel Sittardsberg gibt es eine große Leinwand zur WM. Rund 480 Fans können hier das Eröffnungsspiel sowie alle deutschen Spiele bei freiem Eintritt schauen. Allerdings wird ein Mindestverzehr erhoben und es gibt keine Möglichkeiten zum Unterschlüpfen bei schlechtem Wetter.

Delta-Eigentümer Hans-Bernd Pikkemaat hatte für das erste Deutschlandspiel noch keine Genehmigung fürs Rudelgucken bekommen, blieb aber dran. Mit Erfolg: Bei gutem Wetter kann auf dem Vorplatz des ehem. Delta die Fußballparty steigen. Platz ist für rund 3000 Fans. Bei schlechtem Wetter könnte auch auf dem Dancefloor geschaut werden, auch hier wäre Platz für 3000 Fans und eine anschließende Party. Gezeigt werden sollen alle Spiele mit deutscher Beteiligung sowie das Finale und das Spiel um Platz 3. Der Eintritt ist frei, es wird allerdings ein Mindestverzehr erhoben. Bis zuletzt hatte die Stadt Duisburg den Antrag noch überprüft, ein Knackpunkt war sicherlich, dass das Delta unmittelbar an eine Wohnsiedlung angrenzt.

Gelsenkirchen: Nachtruhe

In Schalke-Gelsenkirchen will man die Nachtruhe nicht für die WM aufheben. Die Konsequenz ist, dass es kein Public Viewing zentral unter freiem Himmel geben wird. Wohl aber ein „kleines“ Indoor-Fußballwerk: Bis zu 400 Zuschauer können die Spiele mit deutscher Beteiligung im Hans-Sachs-Haus schauen. Eintritt wird erhoben.

Herne, Recklinghausen, Witten & Gladbeck: Gone Wild

Die kleinen Wilden sind wie immer mutiger, pfeifen auf die Lärmbelästigung und gucken mitten in der Stadt auf dem Rathausplatz. Nachdem in Herne das Public Viewing  auf dem Rathausvorplatz doch noch gekippt wurden, springen die Flottmanhallen ein: Auf dem Außengelände wartet eine Leinwand und kühle Getränke auf die Fans. Rund 7 300 passen bei freiem Eintritt auf den Rathausplatz Recklinghausen (Veranstalter: aREna). Gladbeck geht auf Nummer sicher und schickt die Fans nach drinnen: 1 100 von ihnen gehen in die Mathias-Jakobs-Halle (U16 nur in Begleitung Erwachsener!). Die Werkstadt in Witten löst das Problem mit dem Jugendschutz durch Pädagogen vor Ort. Die dürfen bei Bedarf rechtlich den Erziehungsberechtigten bis 24 Uhr ersetzen.

Dinslaken: Eisparty

Die Eissporthalle Dinslaken zeigt alle WM Spiele in der hauseigenen Sportsbar. Alle Spiele mit deutscher Beteiligung werden auf großer Leinwand gezeigt. Eintritt für Erwachsene 2,50 € für Kinder & Jugendliche 1,50 €.

Marl - Alle Spiele auf der Alm

Alle Spiele bei freiem Eintritt auf einer 5 x 3 LED Leinwand. Marl setzt erstaunliche Maßstäbe für so ein kleines Städtchen. Geöffnet ist die Vest-Alm an allen Spieltagen ab 17 Uhr. Die Sache hat nur einen Haken: Beim Party-Rahmenprogramm erwarten die Besucher Schlager, Ballermanhits & Co.

Oberhausen: Spielabsage!

Im Einkaufszentrum „CentrO“ Oberhausen entfällt das Schlangestehen vor der Kasse – Spielabsage!

News zum Public Viewing im Ruhrgebiet insbesondere neue Plätze & Locations werden laufend aktualisiert. Hinweise gerne an onlineredaktion@coolibri.de

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Kommentare

  1. von coolibri 01.07.14 (15:29 Uhr)

    Unmittelbar an der Flottmann-Kneipe befindet sich eine Wiese, auf der bei gutem Wetter alle Achtelfinalspiele gezeigt werden. Im Zweifel noch mal beim Veranstalter nachfragen.

  2. von demosthenes 30.06.14 (22:18 Uhr)

    Wo soll denn in Herne an den Flottmannhallen Public Viewing sein?

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