Fünf Fragen an... Morena Wolf

Morena Wolf | Foto: Christof Wolff

Darts-Spielerin aus Düsseldorf

2012 war das erfolgreichste Jahr in der Karriere von Morena Wolf. Sie wurde Europameisterin, gewann den Europacup der Damen und wurde Deutsche Meisterin im 501. An diese Erfolge will die 39-jährige Dartsspielerin aus Düsseldorf 2013 anknüpfen. Am besten schon mit einem Sieg im Januar beim „German Gold Cup“ in Bremen. Piet Keusen sprach mit Morena Wolf.

Wie sind Sie zum Darts gekommen?

Über meinen Mann. Wir haben damals in Düsseldorf eine Kneipe gehabt und als Wirte mit den Gästen gespielt. Da habe ich dann gemerkt, dass ich ganz gut bin. 2004 bin ich dann richtig eingestiegen. Und acht Jahre später kann ich ganz zufrieden sein, mit dem, was ich bisher erreicht habe.

Wie trainieren Sie denn eigentlich?

Man kann sich nicht auf spezielle Turniere vorbereiten, sondern muss das ganze Jahr über trainieren. Und da werfe ich nicht stur auf eine Zahl, sondern spiele zwei bis fünf Stunden am Stück mit Spielern auf meinem Niveau. Außerdem trainiere ich über Ligaspiele. In der elektronischen Variante bei den Bull Eye Fighters in der Bezirksklasse in der Glockenland-Liga und in der Steeldartvariante beim DC Fortuna Düsseldorf in der 2. NRW-Liga.

Worauf kommt es denn beim Darts an?

Vor allem auf Kraft und Konzentration. Man muss immer die gleiche Bewegung in gleicher Geschwindigkeit und mit der gleichen Kraft wiederholen. Das schlaucht ganz schön. Es gibt Turniere, da steht man 16 Stunden lang an der Scheibe. Da kommen Wadenkrämpfe und die Füße tun weh. Das alles kratzt an der Konzentration.

Das klingt aber nach knallhartem Training. Dabei gilt Darts doch eigentlich immer noch als Kneipensport, oder?

Das ist richtig. Es gibt auch viele Spieler, die betreiben Darts als Kneipensport. Ich bleibe bei den Turnieren aber in der Regel nüchtern. Nur so kann ich mich lange konzentrieren. Und ich glaube meine Gegner halten das genau so. Bei unseren Spielen sind immer alle hoch konzentriert. Das ist mehr als Kneipensport.

Darts ist medial ja ziemlich auf dem Vormarsch. Was halten Sie davon?

Das finde ich einerseits ziemlich gut. Vor einem Jahr in Düsseldorf habe ich mir auch ein großes Turnier angeschaut. Schön, dass das jetzt geht. Aber für mich und den Dartsverband hat das wenig Bedeutung. Immerhin ist es ein bisschen Werbung für den Sport.