Fünf Fragen an: Alina Langensiepen

Alina aka Skary Skully

Rollen, Rasen, Rempeln das ist Roller Derby! Ein Rollschuhrennen mit Vollkontakt. Zwei Mannschaften mit je fünf Spielerinnen versuchen, durch das Überrunden der Gegner Punkte zu machen. Um das zu verhindern, ist beinahe alles erlaubt: Blocken, Schubsen und Sich-in-den-Weg-stellen. Seit August wird Roller Derby auch in Düsseldorf gespielt. Die Deadly Darlings laden am 13. Juli zum ersten Heimspiel gegen die Zombie Rollergirlz Münster ins Eisstadion an der Brehmstraße ein. Das soll vor allem eine große Party werden, sagt Alina Langensiepen (Captain der Deadly Darlings Düsseldorf). Ihr Roller-Derby-Name: Skary Skully. 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Roller-Derby-Team zu gründen?

Da es bisher in Düsseldorf kein Team gab, haben sich ein paar Derby-Leute zusammen gefunden und die Deadly Darlings Düsseldorf gegründet. Seitdem wächst das Team ständig. Ich selbst bin durch eine Freundin auf den Sport gekommen und habe vorher für Wuppertal gespielt.

Was macht den Reiz aus?

Roller Derby ist ein Vollkontaktsport und erfordert volle Leistung. Trotzdem kann bei uns jeder mitmachen, denn für jeden gibt es eine Rolle in der Mannschaft. Am Anfang ist es oft komisch, wenn man auf Rollschuhen steht und geblockt wird. Aber nach ein paar Minuten entwickelt man einen ungeahnten Ehrgeiz und Spaß. Und das Gute ist, man baut schnell Muskeln auf, ohne dass man es merkt.

Wie steht’s mit der Verletzungsgefahr?

Blaue Flecken gibt es regelmäßig. Aber das sind eher Trophäen und die gehören einfach dazu. Da wir eine Schutzausrüstung tragen, also Helm, Schoner und Mundschutz, und bis zu sieben Schiedsrichter auf die Einhaltung der Regeln achten, ist das Risiko größerer Verletzungen minimiert. Bevor eine Spielerin überhaupt offiziell mitspielen darf, wird sie auf ihre Fähigkeiten hin getestet. Sie muss zeigen, dass sie auf Rollschuhen fahren kann, die nötige Ausdauer besitzt und die Regeln kennt. So werden die Spielerinnen geschützt.

Was erwartet ihr von eurem ersten Heimspiel?

Es ist sensationell, dass wir nach so kurzer Zeit schon ein Spiel auf die Beine stellen können. Das ist eine ganze Menge Arbeit für das Team und unsere Freunde. Wir müssen GEMA-freie Musik organisieren, die Schiedsrichter, Helfer und ganz viele andere Kleinigkeiten. Vor allem müssen wir die Werbetrommel rühren, damit besonders viele Menschen zum Anfeuern kommen und letztendlich, um den Sport bekannter zu machen. Nach dem Spiel gibt es eine After-Bout-Party.

Wie sieht die Zukunft der Deadly Darlings aus?

Wir sind gerade dabei, eine Liga zu gründen, damit wir regelmäßig spielen können. Aber auch bisher wird es uns nicht langweilig. Die Derby-Szene ist gut vernetzt, leiht sich gegenseitig Spielerinnen oder trainiert einfach gemeinsam, und wir treffen uns regelmäßig zu Freundschaftsspielen. Erst letztens waren zwei Skaterinnen der Fabulous Sin City Rollers aus Las Vegas in Düsseldorf und haben uns trainiert.