Ben Redelings: Reus’ Frisur wird überleben

Früher war vieles bunter | Foto: Sascha Kreklau

Standesgemäß wird das Finale von Ben Redelings´ „50 Jahre Bundesliga“-Tour im Dortmunder Goldsaal zelebriert, in dem 1962 die Gründungsversammlung der Bundesliga stattfand. Henning Haake bat den Fußball-Chronisten vorab zum Kurz-Interview.

Mit Manni Breuckmann hast du beim Tour-Finale eine Kommentatoren-Legende an deiner Seite. Deine Lieblingsgeschichte über Manni?

Den Mann muss man nur kitzeln, dann bricht es humorvoll aus ihm heraus. Aber vor allem liebe ich seine Einstellung zum Geschäft Fußball. Ein Satz von Manni ist legendär: „Wenn eines Tages die Eckfahne Nutella-Fahne heißt, dann höre ich auf!“

Traust du es aktuellen Spielern zu, in deiner „75 Jahre Bundesliga“-Tour erwähnt zu werden?

Schräge Typen wie Großkreutz, Frisuren wie die von Reus oder der Neuer-Spruch „Wir schießen so wenig Tore – vielleicht heißen wir deshalb die Knappen“ werden überleben. Aber ist schon richtig: Früher war vieles bunter, menschlicher und näher dran.

Nächstes Jahr wird in Dortmund das DFB-Museum eröffnet. Wie würden von Ben Redelings gestaltete 100 qm aussehen?

Ich würde Wachsfiguren reinstellen, die sprechen könnten. Dann würden wir uns beim„Ahlenfelder-Gedeck“ (Bier & Malteser) alte Geschichten erzählen, in vergilbten Fußballzeitschriften blättern und Beckenbauer noch einmal Eigentore schießen lassen.