Badminton German Open: Ausdauer, Schnelligkeit, technische Schläge

In Erwartung der Angabe: Birgit Michels und Michael Fuchs | Foto: DBV

Heimvorteil

Ende Februar trifft sich wieder die Weltspitze des Badmintons bei den Yonex German Open in Mülheim. Die letztjährige Gewinnerin des Dameneinzels, Liu Xuerui, wurde kurz darauf ebenso Olympiasiegerin in London.

Paul Tschierske sprach mit der deutschen Teilnehmerin Birgit Michels über die Reize und Schwierigkeiten des Spiels sowie die Dominanz der Asiaten.

Frau Michels, warum sollte jemand, der sich bisher kaum mit Badminton beschäftigt hat, zum Turnier kommen?

Es ist einfach eine faszinierende Sportart. Viele kennen das Federballspiel, aber das ist mit Badminton nicht vergleichbar. Selbst wenn man als Laie das Taktische vielleicht nicht so erkennt, Badminton lebt von seiner Schnelligkeit, es ist eine sehr dynamische Sportart. Daher ist es immer sehr schön anzusehen.

Worauf kommt es denn am meisten an, Schnelligkeit oder Technik?

Im Weltklassebereich zählen alle Komponenten. Ausdauer, Schnelligkeit, technische Schläge. Außerdem ist es wichtig, ein Spiel lesen und dann auch lösen zu können.

Wie schätzen Sie die Schwierigkeit des Turniers ein? Letztes Jahr hat immerhin die spätere Olympiasiegerin gewonnen.

Da war es auch besonders schwierig, wegen der hoch angesetzten Norm für die Olympiaqualifikation. Wenn die Weltspitze dabei ist, wird es immer schwer, die ganz starken Asiaten zu schlagen.

Michels und ihr Mixed-Partner Michael Fuchs

Warum sind die Asiaten so stark im Badminton?

Es ist dort einfach die Sportart Nummer eins, neben Tischtennis. Wir haben den Fokus hier sehr auf dem Fußball, da kommen Randsportarten nicht besonders an. Aber jeder, der Badminton das erste Mal gesehen hat, will es wieder sehen, sich vielleicht im Verein anmelden. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, dass es immer populärer wird. Die absolute Dominanz ist mittlerweile auch gebrochen. Bei den Top Ten des Mixed-Doppels sind drei Europäer vertreten.

Wie sind Sie persönlich zum Badminton gekommen?

Durch meine Mutter, die selber gespielt hat. Mit meiner großen Schwester bin ich zum Training gegangen und habe dadurch schon mit vier Jahren angefangen zu spielen. Und bin immer dabei geblieben.

Sie trainieren in Mülheim. Freuen sich auf das Heimspiel?

Es ist immer schön, vor heimischem Publikum zu spielen. Viele Turniere sind in Asien, aber es ist natürlich angenehmer zuhause zu spielen, als wenn 10 000 Asiaten gegen einen sind.

german-open-badminton.de

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