5 Fragen an … Lisa-Marie Schütze

Neu-Nationalspielerin: Lisa-Marie Schütze | Foto: sportAgentur Düsseldorf

Lisa Marie Schütze ist eine der jüngsten Nationalspielerinnen, die Düsseldorf hat. Mit 17 Jahren ist sie schon in der Hockey-Auswahl, die im nächsten Jahr zu den Favoriten auf den Weltmeistertitel gehört. Außerdem ist sie Mitglied des Stockheim-Teams für Olympia 2016. Im Dezember allerdings steht erstmal Ligaalltag mit dem Düsseldorfer HC an. Am 14. Dezember beginnt die Hallenhockey-Saison in der Halle am Seestern.

Sie haben mit 17 Jahren bereits die erste Berufung in die Nationalmannschaft bekommen. Wie war das?

Ich hatte damit gar nicht gerechnet und meinen Namen in der Nominierungsmail komplett überlesen. Erst eine Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich dabei bin. Das war eine riesige Überraschung, weil es vorher auch kein Gespräch mit dem Bundestrainer gegeben hat. Ich bin zwar seit drei Jahren in der Junioren-Nationalmannschaft, aber diese Berufung hat mich richtig gefreut.

Sie treten ja in große Fußstapfen, Ihre Schwester Christina war jahrelang Stammspielerin in der Nationalmannschaft. Wie hat sie reagiert?

Sie hat sich fast genau so sehr gefreut wie ich, als ich ihr von der Berufung erzählt habe. Leider pausiert sie jetzt erstmal in der Nationalmannschaft und wir können nicht zusammen spielen. Ich hoffe, das klappt irgendwann noch einmal. Wenn nicht in der Nationalmannschaft, dann vielleicht irgendwann wieder im Verein.

Mit Ihnen hat der Düsseldorfer HC nach Jahren endlich wieder eine Nationalspielerin hervorgebracht. Wie sehen Sie die Zukunft des Clubs?

Ich glaube, der DHC ist nach einer kleinen Durststrecke wieder auf dem Weg nach oben. Auf dem Feld haben die Herren und die Damen gute Chancen auf den Aufstieg. In der Halle spielen wir ja schon in der Bundesliga. Die Anlage wird gerade komplett neu gebaut und damit sind wir sehr gut aufgestellt. Und unsere Knaben A haben auf dem Feld die Deutsche Meisterschaft geholt. Das sieht doch sehr gut aus für die Zukunft.

Die Feldsaison wird im Winter immer wieder unterbrochen, um Hallenhockey zu spielen. Manche sagen, das ist ein komplett anderer Sport. Wie gefällt Ihnen die Halle?

Ich liebe Hallenhockey! Darauf freue ich mich das ganze Jahr. Das Spiel ist schneller und macht einfach Spaß. Wobei ich noch nicht weiß, wie sich der Sport entwickeln wird. Durch eine Regeländerung spielen in Zukunft nur noch vier statt bisher fünf Feldspielerinnen. Dadurch verändert sich das Spiel enorm und es wird viel laufintensiver.

Sie spielen in gleich zwei Teams, mit der Jugend und mit der Damenmannschaft in der Bundesliga. Worauf freuen Sie sich?

Das wird beides ganz toll. Ich freu mich auf die Bundesliga, da gibt es schöne Spiele gegen Rot-Weiß Köln, Mülheim oder Neuss. Und mit der Jugend haben wir in diesem Jahr ein klares Ziel. Auf dem Feld haben wir das Endspiel gegen Stuttgart knapp verloren. Jetzt wollen wir in der Halle Deutscher Meister werden.