Ruhrtriennale: Die Ritournelle geht, aber bleibt

Die diesjährige Ritournelle fiel leicht ab. | Foto: Irmine Estermann

Die Ritournelle wird bleiben. Das steht fest. In der Erinnerung derer, die auch nur eines der drei Auftaktfeste der Ruhrtriennale unter Simons besucht haben. Denn diese abend- und nachtlangen Partys haben Bilder produziert: die Tanzfläche unter dem illuminierten Turm, die Indoor-Bühnen mit ihrer Kathedralen-artigen Wucht, bespielt von tiefen subsonischen Bässen, schrägen Soundfetzen, von Künstlern zeitgenössischer elektronischer Musik zwischen Club und Kunst, zwischen Pop und Avantgarde. Von düster-rumpeligen Sets zu visualisiertem Rauschen in der Turbinenhalle, über die Euphorie auf der Open-Air-Tanzfläche bis zu den wild-bejubelten Auftritten von Künstlern wie Peaches oder Notwist in der Jahrhunderthalle.

Die dritte und letzte Ausgabe fiel leicht ab. Zwar liefen die logistisch-organisatorischen Abläufe naturgemäß flüssiger ab, doch es kam etwas Pech dazu, als einer der drei Hauptacts, Mykki Blanco, das weibliche Alter Ego des Performancekünstlers Michael David Quattlebaum Jr., nicht auftreten konnte, da sein/ihr DJ Zakmatik in Lissabon den Flug verpasst hatte. Stattdessen sprang Actress ein, der, ohne je Parka, Kapuze oder Rucksack abzulegen, ein abstraktes Electro-Set durch die Halle prügelte. Nichts fürs Auge. Auch der Post-Dubstep-Artist SOHN, hoch gehandelt, bot keine augenscheinliche Show, dafür Pathos-Post-Pop mit hohem Gesang und verschachtelter Struktur.

Heftiges Set von Nicolas Jaar

Erst Top-Act Nicolas Jaar brachte die Menge zum Brodeln, als er nach einem 15-minütigem Intro im Dauer-Bühnen-Nebel dann doch ein heftiges Set darbrachte. Und so blieb Show-mäßig am Ende des Abends nicht viel zu erzählen. Kein Vergleich zu den Vorjahren. Gute Musik und ordentliche Stimmung gab es dann noch sehr viel. Auf der Tanzfläche vom Goethebunker, wie beim Denovali-Abend in der Turbinenhalle. Doch für den großen Spaß war es draußen einfach ein paar Grad zu kalt. Vollzahler (40 + Euro) werden etwas enttäuscht gewesen sein. Das Partyvolk der Region wird sich dennoch gerne an die Ritournelle-Abende erinnern. Musikalisch, konzeptionell, emotional waren es Feste. Tom Thelen

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