Extra: Karnevalspartys im Ruhrgebiet

| Foto: Mummenschanz

Zugegeben, gegen Köln und Düsseldorf kann sich das Ruhrgebiet nicht behaupten, wenn es um Karnevalsfestivitäten geht. Aber wie man nur zu gut weiß, will das der Ruhrpottler auch gar nicht unbedingt. Nur die, die Lust haben, springen auf den Faschingszug mit auf. Und wenn sie es tun, dann tun sie es richtig, und so finden sich auch zwischen Dortmund und Wesel einige Perlen unter den Veranstaltungen – ob Verkleidungspartys oder nicht.

Bochum

Foto: Mummenschanz

Das Kunstmuseum in Bochum veranstaltet wie in den vergangenen Jahren die Party mit dem kuriosen Namen „Mummenschanz“. Dieses Fest am Karnevalssamstag punktet weniger mit Jecken-Mucke als mit kreativer Kostümvielfalt. Die Jim Rockford Band sorgt mit Hugh Kanza für Live-Musik, außerdem ist Harry Johnson mit von der Partie. Bei der Mischung Pop, Rock und Elektro dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Die Matrix öffnet ihre Pforten für die Party am Faschingsfreitag ab 22 Uhr, bleibt jedoch bewusst frei von jeglicher Karnevallerie und bespielt ihre drei Dancefloors mit Rock-, Dark- und Synthie-Musik. Dazu herrscht hier während der ersten Stunde freier Eintritt. Zuvor spielen die Butcher Babies ein Metalkonzert.

Die Bochumer Zeche konzentriert sich traditionell auf den Rosenmontag. Die Schlagerparty wird bereits seit Jahren ausgerichtet und hat sich mittlerweile unter den Karnevalsfeiern in Bochum fest etabliert. Ab 18 Uhr bis in die Morgenstunden hat der Faschingsfreund Gelegenheit zu feiern, wenn es heißt „nach dem Zuch direkt in die Zeche“.

Stimmung

Dortmund / Duisburg

Als Frauen der Alten Schule wissen Omas natürlich am besten, was sich an Weiberfastnacht gehört. Aus diesem Grunde trägt die „Weiberfastnackt“-Party im Dortmunder Tanzcafé Oma Doris auch den Untertitel „Widerstand zwecklos“. Auf dieser Tanzfläche erwartet euch ab 21 Uhr feinste Trash-Musik straight aus der „Mülltonne“ mit dem altbewährten Oma Doris Trash-Set COCO.

Auch das View enttäuscht die bewaffneten Frauen nicht. Dort ist für den Weiber-Donnerstag eine Sportlerparty angesetzt von beziehungsweise mit den Sets der Veranstalter Chaoscreator. Und so tanzen ab 23 Uhr hier die Beckers neben den Beckhams.

Tagsdrauf macht sich der Hohensyburger Spielbank Club 2Hundert den Karnevalsanlass zum Programm und verspricht die bunteste Party des noch jungen Jahres.

Im B6 wird am Donnerstag ab 21 Uhr die Karnevalssaison mit einer Altweiberparty eingeläutet, die da trägt den verheißungsvollen Titel „Buenos dias Matthias mer sin widder do“. Gleich weiter im Karnevalsrausch geht es dort am Freitag mit der Fete „Flotter Dreier“.

Tradition hat in Duisburg inzwischen die 70er/80er-Jahre-Party am Karnevalssonntag im Pulp, wo Karnevalisten neben Antikarnevalisten völlig ohne Kleiderzwang feiern können, was und wie sie mögen. Außerdem heizt die Band Granufunk dem Publikum zum Auftakt des Abends ein.

Am Rosenmontag wartet in Duisburg die Alte Feuerwache mit einer großen „After Zoch“-Party auf, die um 16:11 Uhr beginnt. Der Eintritt dafür ist umsonst, und wer sich beeilt, bekommt in der ersten Stunde ein Freibier ab, um danach zu alten Karnevalskrachern, Pop -und Schlagerliedern der Livebands mitzusingen.

Über die kompletten drei Karnevalstage schunkeln sich die Matrosen der Diebels Hafenkneipe in die richtige Karnevalslaune.

Ein weiterer Anlaufpunkt ist für die karnevalswütige Frauen definintiv das Jedermann. Am Altweiber-Donnerstag wird zu Karnevalistischem und Evergreens ge'schwooft', und das sowohl in Duissern als auch in Neudorf.

Essen / Mülheim

Foto: Granufunk

Das 19 Down in Essen, das sonst meist Dancehall-, Bass- und Hip-Hop-Musik auf seinen Plattentellern serviert, scheut sich nicht den Altweiber-Donnerstag als Anlass für eine Trashparty zu nehmen. Diese trägt die Headline „Oops I Did It Again“ und beginnt bereits ab 17 Uhr.

Den zünftigen Karneval mit Prinzenaufmarsch und Uniformen begleitet in Essen die frisch umgezogene Gaststätte Hafke's Schwan an der Bochumer Landstraße. Sie fungiert als neues Stammlokal der Essener Prinzengarde.

Das Jedermann hat im Mülheimer Ringlokschuppen - neben den beiden in Duisburg - eine dritte Filiale und sorgt so auch dort für karnevaleskse Unterhaltung.

Gelsenkirchen / Herne

In Gelsenkirchen hat sich der V-Danceclub zur „Karnevalsfreien Zone“ erklärt. Dieser erbarmungslos radikale Anti-Karneval-Titel bestimmt das Programm des Club-Samstags. Ab 19 Uhr läuft reguläre Club-Musik für alle, die dem Bohai um die Faschingszeit lieber entfliehen.

In Herne ist am Altweiber-Donnerstag eine große Damensitzung im Herner Kulturzentrum geplant, wo ab 22:30 Uhr auch die Männer bis morgens tanzen dürfen. Die große Rosenmontagsparty steigt ab 15:30 Uhr im Restaurant Bergschlösschen.


Es wird ne "Superjeilezick"

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Weitere Karnevalspartys findet ihr in unserem Kalender.

Karneval in der näheren Ruhrgebiets-Umgebung

In Wuppertal fungiert das Wuppertaler Brauhaus über die gesamte Karnevalszeit als Faschingshochburg. Von der Altweiberfastnacht am Donnerstag bis zum Rosenmontag wird hier geschunkelt und gebützt.

Das Mönchengladbacher Projekt 42, das sich bewusst die Mischung aus Underground und Mainstream auf die Fahne schreibt, darf dann mit einer Karnevalsfete natürlich auch nicht fehlen. Am Donnerstag veranstaltet es eine Altweiberfete, auf der die Frauen Narrenfreiheit haben.

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Rosenmontagsumzüge im Revier

Dortmund:

  • Festplatz Eberstraße – Stadtgarten, Beginn: 14:00 Uhr
  • Europabrunnen, Kleppingstraße, Beginn: 14:00 Uhr (Kinderkarnevalsumzug)

Duisburg:

  • Ab Memelstraße, Beginn: 13:11 Uhr
  • Ab Duisburg Neumühl, Beginn: 09:45 Uhr

Essen:

  • Messe/Gruga, unterer Parkplatz Rüttenscheid, Beginn: 13:11 Uhr
  • Kupferdreh, ab Hinsbecker berg, Begin: 16:11 Uhr

Gelsenkirchen:

  • Cranger Straße, GE-Erle, Beginn: 14:30 Uhr

Herne:

  • Rathaus – Kurt-Edelhagen-Platz, Beginn: 12:00 Uhr

Mülheim:

  • Innenstadt – Stadthalle. Begin 14:11 Uhr

Recklinghausen:

  • Rund um die Wälle von Erlbruch, Beginn: 13:11 Uhr

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