Drei Fragen an DJ Ruud van Laar

DJ Ruud van Laar

Nein, er hat sich keinen peppigen DJ-Namen ausgesucht, der Mann ist tatsächlich Holländer. Er ist in Utrecht geboren, hat mit 14 das erste Mal hinterm DJ-Pult gestanden und seitdem dreißig Clubs sowie sechzig Bars und Restaurants eröffnet. Mit bald siebzig ist er vielleicht der älteste Plattendreher des Potts, aber auch immer noch einer der innovativsten.

Wo legst du momentan überall auf?

Ich bin regelmäßig in der Wittener WerkStadt auf Ü30-Partys oder bei der Silver-Party zu finden. Ich möchte diesen Ü50-Stempel aber eigentlich gar nicht so aufgedrückt bekommen. Ich war schon in den 90ern Avantgardist im Ruhrgebiet und bin das auch immer noch. Es passiert eh nichts neues in der DJ-Musik. Die Leute mischen alte Sachen. Elektroswing, Funk: alles schon mal da gewesen. Weil die DJs aber selbst zu jung sind, kennen sie die wirklich guten Sachen gar nicht. Sie spielen nur die Bravo-Hits. Ich dagegen lege auch die abwegigeren Stücke auf.

Du bist seit 1966 im Geschäft, was hat sich seit dem am meisten geändert?

Die Partys sind insgesamt braver geworden. Das Problem ist ja, dass die Läden auch immer kommerziell funktionieren müssen. Das bedeutet, dass die DJs nicht viel experimentieren können. Viele legen deswegen immer einfach Housemusik auf, der Rhythmus ist immer gleich und man kann sich immer dazu bewegen.

Jetzt startest du die Reihe „Roots Szenemusik“. Was wird besser?

Es gibt so viele jüngere Leute, die eigentlich unzufrieden sind mit der Musik in Clubs. Ich will wieder eine Party schaffen, auf die man mit all seinen Freunden gehen kann. Ich bin absichtlich in die Nordstadt gegangen, weil da auch früher mein Club, das Jara war. Hier kann es eine Party werden, wo Leute hinkommen, um einfach eine gute Zeit zu haben.

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