Playground-Festival: Party-Boost zurück in die Kindheit

Auktionator Tobi Kunze | Foto: danieljeschke.com

Die Rutsche habe ich schon besorgt!“, frohlockt Nico Rüter am Telefon. Zusammen mit Albert Ruppelt organisiert der Mitdreißiger die erste Ausgabe des „We Trust“-Playground-Festival. Der Spielplatz-Verweis ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, wie das Eingangszitat unterstreicht.

„Wir wollen uns an der eigenen Kindheit und unserer Jugend abarbeiten“, skizziert Rüter das Ausgangskonzept, welches die Veranstalter „in einer Nacht & Nebel-Aktion“ der Rotunde angeboten hatten. Mit dem Ergebnis, dass der Alte Katholikentagsbahnhof vom 26. bis 29. Juni für vier Tage zur Heimat von Kurzfilmen, Rap-Slam, Lesung, Ausstellung, Retro-Games-Lounge, Konzert und Partyprogramm wird. Allen voran diejenigen, die ihr Kinderzimmer noch mittels C64 oder Atari 2400 in eine Computerspiele-Welt verwandelten, kommen während des „We Trust“ auf ihre Kosten. Das „Donkey Gaming“-Team lässt den Affen und Tetris-Klötzchen tanzen, ein Workshop lehrt die Weiterentwicklung eines Game Boy zu einem Musikinstrument, und Weltrekordhalter „Exe“ führt vor, wie Videospiele möglichst schnell durchgezockt werden.

Sinnesrausch mit Street-Credibility

Axt-Autor Patrick Salmen

„Es ist schick, sich an die Vergangenheit zu erinnern“, betont Nico Rüter, legt dabei gleichzeitig großen Wert auf eine niveauvolle Gestaltung. „Wir wollen nicht in eine Trash-Richtung. Musikalisch sind wir ernst und staubtrocken.“ So sorgt vorneweg Fünf-Sterne-Deluxe-DJ Coolmann am Samstag für die nötige Street-Credibility. Ein wahrer Sinnesrausch verspricht das aus Münster importierte AV-Picknick zu werden. Mit Hilfe zahlreicher Beamer mutiert ein Raum der Rotunde in eine Parklandschaft, in der es sich Festival-Gäste mit Decken und selbst mitgebrachten Picknickkörben gemütlich machen können. Parallel bespielen Patrick Salmen und DJ Nachtfalke in Begleitung einer Axt die virtuelle Natur mit einer Lesung und Beats.

Letzter Höhepunkt der Playground-Sause ist die für den Abschlusstag angesetzte „Zwangsversteigerung“. Während zweier von Tobi Kunze moderierten Sessions landen zahlreiche Objekte der „We Trust“-begleitenden Ausstellung unter dem legendären Hammer. Selten war die Aussicht auf ein echtes Kunst-Schnäppchen so erfolgversprechend. Mögen die Spiele beginnen!

facebook.com/wetrustfestival

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