2. Düsseldorfer Clubnacht

Feierfreudig: Die Besucherschaft im the attic

Ein Tänzchen wagen

Die Tanzkarte ist eigentlich ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Zuletzt geriet sie im Zusammenhang mit Reiner Brüderle allerdings wieder in den Fokus. „Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen“, soll der FDP-Senior zu einer U30-Stern-Reporterin gesagt haben. So viel wurde in der Folge über Brüderles plumpe Annäherungsversuche diskutiert, dass man gar nicht erfuhr, was es mit der obskuren Tanzkarte auf sich hat. Jene Pappen wurden einst bei Tanzveranstaltungen an die anwesenden Damen verteilt. Die Herren wiederum konnten darauf eintragen, mit wem sie gerne Tanzbein schwingen und Hüfte wiegen wollten. Wie gut, dass das vorbei ist!

So kommt auch die 2. Düsseldorfer Clubnacht komplett ohne Tanzkarten aus. Am 8. Mai, dem Tag vor Christi Himmelfahrt, laden 15 Clubs zu einer tänzerischen Tour durch die Landeshauptstadt ein. Trotz der Abgänge der letzten Monate scheint eine gewisse Vielfalt nach wie vor gesichert. Das Cube, Nachfolger des Pretty Vacant auf der Mertensgasse, debütiert bei der zweiten Ausgabe der Clubnacht ebenso wie das Metro-nahe Tafelsilber bar + kitchen, in dem ansonsten eher diniert oder getrunken wird als getanzt. Aber auch die klassischen Tanztempel wie Nachtresidenz, Rudas Studios oder Checker’s Club öffnen an dem Abend ab 22 Uhr ihre Pforten.

Für zwölf Euro bekommen die Clubhopper ein Bändchen, das ihnen den Zutritt zu allen teilnehmenden Locations garantiert. Von den Veranstaltern wird sich an dem Abend keiner eine goldene Nase verdienen. Vielmehr werden die Einnahmen – nach Abzug der entstandenen Kosten – wohltätigen Zwecken zufließen. Die Wege von A wie Anaconda Lounge bis Z wie zakk müssen übrigens keinesfalls zwangsläufig zu Fuß bewältigt werden. Bis 6.30 Uhr in der Früh verkehrt ein Shuttle-Bus im 15-Minuten-Takt. So kann man die Füßchen ausschließlich für Aktivitäten auf dem Tanzboden schonen.

Im zakk kommt zum Beispiel eine Melange aus Deephouse und Techno, für die Haut & Knochen sowie Groove A Libre verantwortlich zeichnen, auf die Plattenteller. Im the attic legt derweil der Chef selber Hand an: Manuel Markowitz verwandelt zusammen mit Frizzo seinen Laden in eine Basshölle. Und das Quartier Bohème hat sich wie so oft etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Dort macht man gemeinsame Sache mit Roncalli’s Apollo Varieté und verwandelt den Henkel-Saal in ein Musik- und Tanztheater. Was Reiner Brüderle zu all dem sagen würde? Egal.

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