Move D: Der Hexer am DJ-Pult

| Foto: Yonathan Baraki

Bereits im Grundschulalter hat sich Move D für die Popkultur interessiert: „Meine Liebe zur Musik hat schon sehr früh begonnen. Gerade die Artworks von LPs haben mich fasziniert.“ Auch heute beschränkt sich sein Horizont nicht nur auf Deep-House und Techno, seine DJ-Sets werden von den unterschiedlichsten Einflüssen gespeist. Die Handschrift seiner eigenen Tracks schillert dabei so bunt und wechselhaft wie die von einem Chamäleon.

Am Anfang war der Rock. „Die ersten Bands“, betont er, „die ich entdeckt habe, waren AC/DC und The Police. Kurze Zeit später habe ich dann den Dreh zu Grandmaster Flash bekommen. Ich höre mir eigentlich alles an, egal ob es jetzt Jazz, Rock oder Weltmusik ist. Der größte Moment als Musikfan war wahrscheinlich, als ich die Beatles entdeckt habe. Sie sind bis heute eine große Referenz und die bestmögliche Inspiration für mich.“ Eine besondere Beziehung hat er zum Werk von Serge Gainsbourg: „Die Platte ,History of Melody Nelson’ ist für mich ein ganz entscheidender Meilenstein in der Musikgeschichte, wo es ganz viel an Magie und Genialität zu entdecken gibt.“

"Was wirklich eine starke Anziehungskraft ausstrahlte, war, dass sich diese Szene meist komplett im Underground abspielte."

Der Schritt zu strammen Techno-Beats erfolgte beinahe durch Zufall: „Irgendwann in den späten 80ern hat ein Freund von mir Acid-House-Parties organisiert, so bin ich dann da reingerutscht. Es war ein großes Ding, und was wirklich eine starke Anziehungskraft ausstrahlte, war, dass sich diese Szene meist komplett im Underground abspielte. Die Leute machten einfach. Jemand brachte eine Platte raus, schickte sie selbst zum Presswerk und verkaufte die dann als White-Label-Kopie – alles ganz ohne Zusammenarbeit mit einem Label oder einem professionellen Vertrieb. Das war verblüffend.“

Nach dem Abitur studierte David Moufang (so sein bürgerlicher Name) ein paar Semester Philosophie, danach folgte eine Diplom-Ausbildung als Toningenieur. Dieses erworbene Wissen ist nützlich beim Mastern von Tracks, oder wenn er mit dem Münchener Musiker Thomas Meinecke Hörspiele produziert. Move D ist auch ein begeisterter Familienmensch: „Im Jahr 1997 habe ich einen Sohn bekommen, und in der Phase blieb wenig Zeit für andere Dinge.“ Das hat sich geändert. Gastspiele in Dubai, Israel oder Neuseeland sind in jüngerer Vergangenheit keine Seltenheit: „Das ist zwar schon anstrengend, und manchmal muss man dann acht Stunden irgendwo herumsitzen, aber in der Regel ist das nicht so schlimm. Es gibt ja immer nette Hotels für uns, und die Spielzeiten sind meist genau festgelegt.“

Die Vielfalt im Leben spiegelt sich bei dem aus Heidelberg stammenden Musiker in allen möglichen Bereichen wieder. Denn neben Hörspiel-Produktionen oder Vorlesungen als Gastdozent an Unis ist er nach wie vor ein hinreißender DJ, der weiß, wie man einen Club zum Kochen bringt!

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