Stars im Zelt: Die Höhepunkte beim Zeltfestival Ruhr

Mit dabei: Die Chartstürmer aus Sachsen, Silbermond

Wer für 3 Tage müffelndes Zelt und überlaufende Dixiklos nicht mehr, noch nicht oder einfach nie gemacht war, der findet beim Zeltfestival Ruhr ein Zuhause. Wie der Name verrät, gibts zwar auch hier Planen statt Blockhütten, in denen muss aber keiner schlafen, sondern nur auftreten. Und die großen Namen kommen auch ohne Bierdusche gerne vorbei. Wir haben einige Highlights für euch zusammengestelt.


Tickets fürs Zeltfestival Ruhr 2013 gibts im coolibri-Ticketshop.


Silbermond

2004 rollte eine Welle deutschsprachiger Indiepop-Bands mit Frontfrau durch das Land. Jetzt, wo es still geworden ist um Wir sind Helden oder Juli, stehen Silbermond mehr oder weniger allein an der Spitze des Erfolges. Aus Mitgliedern im CVJM-Chor Ten Sing wurden Chartstürmer: Von vier Studioalben der Band aus Sachsen kletterten zwei auf Platz eins und zwei auf Platz zwei der Charts. Silbermond erhielten nicht nur zwei Echos als „Bester Live-Act“, sondern auch einen für „soziales Engagement“, weil sie junge Bands aus sozialen Brennpunkten fördern oder für die Erdbebenopfer von Haiti sangen. Im Frühjahr gab die Band außerdem ein Unplugged-Konzert in Goslar zu Gunstes des dortigen Jugendhilfe-Projekts „BühnenReif“.

Im Gepäck der aktuellen Tour hat die Band um Sängerin Stefanie Kloß selbstredend zahlreiche Songs des neuen Albums „Himmel auf“, aber auch Hits wie „Das Beste“, „Symphonie“, „Irgendwas bleibt“ oder „Krieger des Lichts“. Gut möglich also, dass demnächst ein weiterer Echo fällig ist.

Cro

Foto: Karolczack

Pandamaske auf, Roap-Modus an, so verläuft das Leben von Carlo Waibel, besser bekannt als Cro. Seine Tunes sind lässig abgemixte Hip-Hop-Popsounds, auf die er Reime im #Yolo-Style rappt. Ein brandneues Album wird der 23-Jährige im August nicht dabei haben, dafür gibt es fünf neue Tracks, inklusive der aktuellen Single „Whatever“. Für mehr wird der Newcomer des Jahres seit dem Erscheinen seines Debütalbums „Roap“ 2012 auch kaum Zeit gehabt haben.

Frida Gold

Wovon sollen wir träumen? Vielleicht von einer Nr.-1-Platzierung! Und die hat das 2007 gegründete Quartett aus Hattingen Anfang Juli geschafft, als „Liebe ist meine Religion“ auf Platz eins der deutschen Albumcharts einstieg. Hinter dem Erfolg der Dance-Pop-Band, die sich übrigens nach dem Song „Frida“ von Bosse benannt hat, steckt viel Arbeit: jede Menge Auftritte und eine ständige Verbesserung von Songs, Show und Style, begleitet von etlichen Preisen im Musikbusiness. Die eigentlich Albumtour startet zwar erst im Frühjahr 2014, aber die aktuelle Hit-Single „Liebe ist meine Rebellion“ dürfte schon beim ZFR für Gänsehaut sorgen.

Joe Cocker

Einfach unverwüstlicher ist dieser sympathische Brite (69) aus Sheffield. Den über jetzt über 40 Jahre langen Erfolg hat John Robert Cocker nicht nur seiner unverkennbaren rauen Stimme, sondern auch exzellenten Songs zu verdanken. Die sind mal Mid- mal Up-Tempo-Nummern, können Balladen, R&B-Tracks oder purer Soul sein. Cocker singt sein Lieder immer mit Hingabe, und das sichert ihm ein stets ergriffenes Live-Publikum. Kein Wunder, dass er mit dem aktuellen „Fire It Up“-Album in kürzester Zeit Gold-Status erreichte. Beim ZFR wird er außerdem auch die Klassiker „Up Where We Belong“, „You Can Leave Your Hat On“ und „Unchain My Heart“ zum Vortrag bringen.

LaBrassBanda

Foto: Gerald von Foris

Immer noch schade, dass die fünf Bläser mit bläcken Fööss seinerzeit im nationalen Vorentscheid gegen die profillosen Cascada verloren und nicht beim European Song Contest antreten konnten. Die bayrische, genauer Chiemgauer Bande rockt mir einer atemberaubenden Liveshow, schont bei Ska, Funk, Techno oder Reggae keines der ehrwürdigen Instrumente und lässt schnell vergessen, dass NRWzulande kaum einer die bayrischen Texte der Alben „Habedierhe“ und „Übersee“ versteht. Muss man auch nicht – einfach tanzen!

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