Festivalguide: Die besten Festivals 2017

Eins von den Großen: das Highfield! | Foto: Robin Schmiedebach

Festival-Alarm! Musik satt gibt es in Deutschland noch und nöcher. Mal für lau, mal richtig teuer. Plant das Festival-Jahr lieber sorgfältig, sonst verpasst ihr noch die Highlights! Unsere gigantische Festivalübersicht führt bravourös durch alle musikalischen Top-Veranstaltungen!

Sie kosten viel, sie können viel und jeder will hin! In Teil 1 hauen wir die dicken Player raus. Musik vor der Haustür gefällig? In Teil 2 geht es um lokale Gigs, Umsonst-Festivals und Geheimtipps für Musikliebhaber. Last but not least: Metal-Festivals und Hip Hop lauern in Teil 3 auf euch.

Die Großen

Rock am Ring (2.-4.6.): Mal Hü, dann wieder Hott. 2017 wieder am Nürburgring.

Hurricane (23.-25.6.): 20 Jahre ganz große Musik im ganz kleinen Scheeßel. 

Deichbrand (20.-23.7.): Geht vor Anker, der Deich brennt mit Marteria, Kraftklub und den Broilers!

Parookaville (21.-23.7.): Schon lange kein Geheimtipp mehr. Karten gibt’s nur mit viiiel Schwein.

Juicy Beats (28.+29.7.): Mittlerweile viel mehr als nur elektronische Musik. Sommerlich meets lässig.

Eier mit Speck Festival (28.-30.7.): Hier ist Frühstück inklu.

Big Day Out (4.+5.8.): Sonnige Auszeit mit Billy Talent in Anröchte. 

Open Flair (9.-13.8.): Gepflegtes Ausflippen in Eschwege mit 20.000 Freunden.  

Highfield (18.-20.8): Das Line-up ist jetzt schon fett. 

Serengeti: Gibt’s 2017 ein Comeback? Alles Gerüchteküche, nichts steht fest.

Rock im Revier/RockavariaDie Pott-Ausgabe ist Geschichte, zum Geschwisterchen aus München gibt es weder Zu-, noch Absage.  

Gönnt euch! Preislich ist Rock am Ring der Kahlschlag für euer Portemonnaie. Bei 195 Euro geht es los. Der Preis ist satt, die Location Kult. Standesgemäß wird wieder am Nürburgring gerockt. Endlich wieder zu Hause! Und alle wollen sie dabei sein: Bastille, Beatsteaks, Beginner, Die Toten Hosen, Rammstein und ein paar andere dröhnen über den Ring und blasen eure Zelte weg!

Ganz oben spielt auch das Hurricane wieder mit. Es wird voll. Wie immer. Dafür sorgen vom 23. bis 25. Juni Green Day, Linkin Park, Casper, Blink 182, Die Antwoord, Imagine Dragon, Fritz Kalkbrenner... Nee, wir machen mit der Aufzählung nicht ewig weiter, aber wir könnten! Tickets kosten ab 199 Euro. Großer Preis, großes Line-up – so ist es eben.

Richtig hoch im Norden

Wenn das Hurricane hoch im Norden ist, ist das Deichbrand-Festival höher im Norden. Mit 'ner steifen Brise kann es in Cuxhaven zwar immer etwas frisch werden, aber die Mucke heizt ein. Placebo, Billy Talent, Kraftklub, Marteria, Cro, In Extremo, Dellé – so vielfältig brennt der Deich vom 20. bis zum 23. Juli. Zwischen Aggro und Schmusen ist alles dabei. Und wem es doch zu heiß ist, der springt in die Nordsee. Beim Preis kommt man ohnehin nicht ins Schwitzen: Bei 138 Euro geht es los. Fair!

Während im Norden also der Deich brennt, sorgt das Parookaville vom 21. bis 23. Juli am Airport Weeze für Festival-Höhenflüge. Unter anderem sorgen David Guetta, Robin Schulz und NGHTMRE für eine dicke Party. Wenn ihr mitfeiern wollt, habt ihr aber ein kleines Problem. The same procedure as every year: Das Parookaville ist mal wieder völlig ausverkauft. Eure klitzekleine Hoffnung nennt sich Resale Shop.

Sommerfeeling bei Juicy Beats | Foto: Yellow Count Production

Für das Juicy Beats gibt es zum Glück noch Tickets – bei dem Line-up keineswegs selbstverständlich. Am 28. und 29. Juli wird im Dortmunder Westfalenpark mit Acts wie Cro, Trailerpark, SDP, Bonez MC & RAF Camora deutlich, dass Hip-Hop neben Elektro das neue Standbein des angesagten Festivals ist. Trotzdem gibt es bei der vielseitigen Sause im Park immer auch den gewagten Blick über den Tellerrand, etwa Richtung Wien mit Bilderbuch, Richtung Punk mit Swiss & Die Anderen oder Richtung Art-Pop mit Giant Rooks. Insgesamt bespielen satte 150 Bands den Westfalenpark und verwandeln ihn in eine der beliebtesten Festivalwiesen nicht nur der Region, sondern längst auch darüber hinaus.

Lecker Essen gibt es in Viersen zu, wenn vom 28. bis 30. Juli das Eier mit Speck Festival zur lässigen Party am Hohen Busch lockt. Das EmS ist eines der großen Festivals mit familiärer Atmosphäre. Nicht nur die Menschen sind toll, auch der Preis. Tickets kosten 59 Euro. Frühstück ist mit drin – natürlich Eier mit/ohne Speck!

| Foto: Rainer Maschke
| Foto: Rainer Maschke

Zum neunten Mal mutiert das (nicht gerade wohlklingende) kleine Anröchte zum Big-Party-Player mit Guter-Laune-Garantie. Am 4. und 5. August ist "Big Day Out"! Nicht so aufgepumpt wie Hurricane und Rock am Ring, versprüht das Big Day Out noch den Charme kleinerer Festivals. Die Anfahrt zerfetzt nicht eure Nerven und auf dem Camping-Areal findet ihr schnell Platz. Das Line-Up stimmt trotzdem. Billy Talent, Alligatoah, Donots, Bosse und Joris sei's gedankt. Und der Preis stimmt: 81 Euro legt ihr hin.

Eine weitere Perle der rauen Festival-Landschaft ist definitiv das Open Flair Festival vom 9. bis zum 13. August in Eschwege. Neben Acts wie Alligatoha, BRKN, Broilers, Pennywise oder Rise Against gibt es auch eine schnuckelige Kleinkunstbühne. Ebenfalls nice: das Green Camp. Wer hier absteigt, muss den Müll trennen und sollte zumindest rudimentär auf seine akkustischen Ausdünstungen achten. Tröten und andere laute Instrumente sind nicht erwünscht. 

Was dem einen sein Green Camp, ist dem anderen sein Grüner Wohnen. Natürlich hat das Highfield in Leipzig noch mehr zu bieten. Lauscher auf! Wer die anderen Festivals verpasst hat, kann zum Sommerende (18. bis 20. August) hier nochmal alle Acts erleben, die durch die Republik wummerten. Mit dabei: Placebo, Billy Talent, Casper oder Alligatoah.

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