Serengeti Festival 2014: Raaawwwrrrr!!!

Sommerstimmung beim Serengeti-Festival | Foto: www.arternative-design.com

Das Serengeti Festival hat einiges zu bieten. Neben einem satten Bühnen-Line-Up mit Casper, Biffy Clyro, Editors, Jan Delay, und den Guano Apes finden sich im Partyzelt Elektrogrößen wie zum Beispiel Lexy & K-Paul. Obendrauf gibts den anliegenden Safaripark mit Achterbahn und Tierbabys. Weist alles auf ein wildes Wochenende hin.

Seit der Premiere im Jahr 2006 wächst das Festival in der Kleinstadt Schloß Holte-Stutenbrock stetig weiter. Vom Hallenbadhinterplatzfest mauserte man sich zum Open-Air-Spektakel neben dem Safaripark. Die Qualität des Line-Ups verdichtete sich im Laufe der Jahre immer mehr, so das dem Ruf der ostwestfälischen Serengeti immer größere Acts folgten. Die letzten Ausgaben lockten zum Beispiel Seeed, Deichkind, Maximo Park oder Bad Religion an. Das Programm schlägt dabei immer einen rockigen Ton an, gerne auch punkig und alternativ, durchmischt mit nationalen Größen aus allen Ecken. Dieses Jahr kann sich das Festivals vor Highlights kaum noch retten.

Affen, Kakerlaken und Löwenbabys

Ganz vorne weg: Biffy Clyro. Die schottische Rockband liefert schon seit Jahren ein fantastisches Album nach dem anderen ab. Ihr Sound ist vielseitig, getragen von den urtypischen Rockelementen E-Gitarre, Bass und Drums, aber geht oft weit darüber hinaus. Live bringen sie eine aggressive, erbarmungslose Rockshow, die aber auch ihre ruhigeren Momente hat.

Kurz dahinter: Casper. Muss man zum szenegeliebten, hippen Jungspund aus Bielefeld eigentlich noch was sagen? In aller Kürze beschrieben: Aufgeraute Stimme, tonnenweise Energie und Emotion, Rock mit Hip-Hop, Fangemeinden zwischen Kreischen und Gröhlen, enge Hosen, hipper Bart, verdammt gute Musik.

Auch geil: Die Guano Apes kehren mal wieder aus der Versenkung zurück. Und irgendwie passen die fledermausscheißewerfenden Affen (so der Bandname in angemessener Übersetzung) super ins Serengeti-Bild. Ebenfalls aus irgendeiner Senke gekrochen: Papa Roach. Die Vater-Kakerlake (wie tierisch gut sich diese Bandnamen alle übersetzen lassen) des Aggro-90er Nu Metals dürfte jedem ein Begriff sein.

Geheimtipps: Claire aus Deutschland machen genialen, schnittigen Pop mit viel Elektroeinfluss und großartiger Bühnenpräsenz. Taking Back Sunday waren mal die Oberhelden alternativer Jugendlicher. Razz aus dem Emsland schicken sich an ganz groß zu werden. Die zwei schneeweißen Löwenbabys des Safariparks: Zucker!

Und hier noch ein paar Wildlife-Kompatible Bandnamen: Mighty Oaks, Brutality Will Prevail, Flogging Molly, Deez Nuts, Cloud Nothings.

Das Line-Up im Überblick

Augustines, Biffy Clyro, Black Lips, Brutality Will Prevail, Casper, Claire, Cloud Nothings, Deez Nuts, Dirk Siedhoff & Friends, Drunken Masters, East Cameron Folkcore, Editors, Egotronic, Eskimo Callboy, Flogging Molly, Guano Apes, Jan Delay & Disko No. 1, Kmpfsprt, Lexy & K-Paul, Mighty Oaks, Moop Mama, NOFX, Papa Roach, Razz, SDP, Taking Back Sunday, Tim Vantol & Band, Truckfighters, Turbostaat

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