Waltroper Parkfest: Für dich, für mich, für alle

Reggae-Recke: Uwe Banton | Foto: Nikita Kakowski

Ganz besonders auf die unterschiedlichen musikalischen Geschmäcker achtet das Waltroper Parkfest: Weder Hardrock-Hölle pur noch monotoner Schlagertreff geht hier über die vier Bühnen, sondern ein handverlesener Mix verschiedenster Spielarten. Dabei etwa die Band Fehlfarben, die mit ihrem Erstling „Monarchie und Alltag“ nicht nur dafür sorgte, dass (Musik-) Geschichte gemacht wird, sondern auch unfreiwillig die Neue Deutsche Welle mit losgetreten haben. Der Bielefelder Uwe Banton beweist mit seinem Roots-Reggae, dass man auch mit diesem Vornamen Weltklasse-Reggae abliefern kann. Extrabreit sind immer noch hart wie Marmelade, Alphaville haben inzwischen einen etwas kompakter gewordenen Sänger, legen aber immer noch ein gutes Händchen für Pop-Ohrwürmer an den Tag. Die Rapper von Die Firma treffen auf die Psychobilly-Helden Mad Sin, Walk Acts spazieren durch Gastro- und Marktmeilen des zwei Quadratkilometer großen Stadtparks. Und am Ende des Tages schafft das Feuerwerk bei Punks wie Polohemdenbefürworten einen durch einhellige „Ooohs!“ und „Aaahs!“ untermauerten Konsens.

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