Serengeti Festival: Keine Zeit für Safarijagd

Seeed | Foto: Marco Prosch

Wollen wir einmal hoffen, dass sich die Besucher des Serengeti Festivals nicht den Seeed-Refrain „Deine Augen machen Bling-Bling und alles ist vergessen“ zum Vorbild nehmen. Denn das Line-up klingt einfach zu gut, als dass sich auch nur an eine der anwesenden Bands hinterher nicht mehr erinnert werden sollte. Die Qualität der Drei-Tage-Veranstaltung liegt tatsächlich nicht zuletzt in der Tiefe an attraktiven Bands. Seien es die englischen Punkrocker von Templeton Pek, das niederländische Next-Big-Hip-Hop-Thing Dope D.O.D. oder die Genre sprengenden Balkan Beat Box aus New York. Insofern wäre es wirklich fahrlässig, den halben Tag zunächst im Faltstuhl auf dem Campingplatz zu verbringen. Neben der Liebe zum Facettenreichtum serviert das Serengeti aber auch reichlich Headliner-Futter. Angefangen bei den stilbildenden Skunk Anansie, bereits zitierten Seeed, den Broilers, Danko Jones, Kettcar, den Orsons bis hin zu Bosse, der unlängst erst im coolibri-Interview von seinem Faible für Schnitzeljagden erzählte. Dafür werden die Serengeti-Gäste bei aller Nähe zum angrenzenden Safaripark allerdings keine Zeit haben, wird ihnen doch mit einer Audiolith-Labelnight am Donnerstag und Fritz Kalkbrenner am Freitag bereits der Schlaf geraubt.

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