Rock in den Ruinen 13: Tanz mit dem Chameleon

Headliner: Die Donots | Foto: Patrick Runte

„Let's dance to Joy Division and celebrate the irony“ heißt es in dem Indie-Popsong von den Wombats. Ebenso gut hätte man auch „Lets dance to The Chameleons“ singen können.

Aber die ebenfalls aus Manchester stammende Band blieb lieber am Rande des Rampenlichtkegels der 80er-Jahre-Post-Punk-Bewegung. Von dort aus hatte sie jedoch eine mindestens genauso große Wirkung und ebnete den Weg für Bands wie The Editors oder Interpol. Mit der Bestätigung von The Chameleons [Vox] haben die Macher vom Rock in den Ruinen also ein echtes Liebhaberstück für Freunde britischer Musik aus der Konzertkiste gezogen.



Obwohl die Donots mehr als zehn Jahre später zu den Instrumenten griffen, sind die diesjährigen Headliner des Festivals Vertreter des Punk-Genres ohne ein Post davor. Auch mit ihnen steht ein Stück Musikgeschichte auf der Bühne, und zwar ein deutsches mit internationaler Reichweite. Klingen tun die Jungs aus Ibbenbüren bei Münster eher amerikanisch, und so wundert es nicht, dass sie vor ihrem Durchbruch unter anderem bereits mit No Use For A Name und Blink 182 auf Tour gingen. „Seit dem Umzug in das Phoenix-West-Gelände ist unser Festival stark gewachsen“, erklärt Sebastian Kopietz vom Rock in den Ruinen. „Wir freuen uns deshalb sehr, mit den Donots einen ebenso großen Headliner gefunden zu haben.“

Neben den Urgesteinen ist bei Rock in den Ruinen immer Platz für den musikalischen Nachwuchs. Auch dieses Jahr konnten sich Dortmunder Bands beim DEW21 Bandwettbewerb einen Platz im Line-Up der Ruinen erspielen. „Die teilnehmenden Bands waren diesmal besonders hochkarätig, sodass die Auswahl nicht leicht war. Mit dem Ergebnis sind wir nun aber mehr als zufrieden“, freut sich Kopietz. Die beiden Gewinnerbands aus dem Talentpool heißen Newphoria und 3dirty7 und bringen erfrischenderweise nicht nur Man-, sondern auch Womanpower in das sonst so männliche Musikgeschäft. Bei Newphoria mündet diese in straighten Progressive Rock mit dominantem Bass. 3Dirty7 bewegen das Publikum mit Ska-Punk.

Das Rock in den Ruinen Festival bereichert bereits seit den 90er Jahren die Konzertlandschaft im Ruhrgebiet und wird zu einem großen Teil von SPD und Jusos ehrenamtlich organisiert.

Das Line-Up 2013

  • Donots
  • Wirtz
  • Firewind
  • The Chameleons [Vox]
  • Honigdieb
  • Crossplane
  • The Invincible Spirit
  • Chrome Division
  • 3dirty7
  • newphoria
Advertorial

Am Freitag, 01.12.2017, wird Bruno Müller, einer der zurzeit international gefragtesten Soul- und Jazz-Gitarristen, mit seiner eigenen Band im Glashaus Herten gastieren.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist 19.30 Uhr. Tickets gibt es zum Vorverkaufspreis von 20 € direkt im Glashaus Herten, Hermannstr. 16, 45699 Herten, Tel. 02366-303232, oder per Mail unter 

feicki@t-online.de. Der Preis an der Abendkasse beträgt 24 €. [MEHR…]

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