Pfingst Open Air: Aus Liebe zum Löwental

Prinz Pi | Foto: Cem Guenes Photography

Was Kürzungsrunden in kommunalen Haushalten verbunden mit der notwendigen Aufrüstung von Sicherheitsstandards immer wieder bedeuten können, musste das Essener Pfingst Open Air 2011 leidlich erfahren. Es fiel aus! Doch die Macher wollten sich mit dem vermeintlichen Ende nicht zufrieden geben und hauchten dem Festival im Vorjahr unter schwierigen Bedingungen neues Leben ein.

Die Rettung allerdings steht weiterhin auf wackeligen Füßen, und das sollte jedem potenziellen Nörgelbesucher bewusst sein, wenn er am 20. Mai ins Löwental kommt. Heißt im Klartext: Dass es neben mittlerweile notwendigen Einlasskontrollen nicht mehr gestattet ist, eigenes Essen und Getränke mitzubringen, hat nichts damit zu tun, dass die Veranstalter sich neue Autos und Südseeurlaube verdienen wollen. Es geht um die finanzierbare Fortsetzung des Umsonst & Draußen Pfingst Open Air. Und natürlich um die Musik!

Und diese kommt 2013 z.B. von Vierkanttretlager, die letztes Jahr bei Bochumtotal die männlichen Mitglieder der coolibri-Redaktion im Sturm eroberten. Nordisch bodenständige Jungs machen ehrliche Rockmusik mit klugen Texten, die Mischung kommt an. The Computers drehen nicht etwa an Synthieknöpfen oder sonstigen Elektrospielzeugen, sondern höchstens am Verstärker, um ihren schrabbeligen Rocksound noch lauter werden zu lassen. Als Headliner konnte sich das Pfingstfestival Prinz Pi ins Tal holen, wer aus der Pandamaske rausgewachsen ist bei dem Studentenrapper aber für flache Beleidigungen zuviel Grips hat, gut aufgehoben. Caravan Palace, Team Stereo und das DJ-Line-Up der Elektronischen Wiese komplettieren das bisherige Line-Up.

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